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Ausblick: Kobold mit dem roten Haar kehrt zurück

27.02.2019

München Früher kannte fast jedes Kind den „Pumuckl“. Mit frechen Sprüchenund lustigen Streichen eroberte er die Herzen der Fernsehzuschauer,ebenso wie der manchmal etwas grantige, aber eigentlich herzensguteSchreinermeister Eder, unnachahmlich gespielt von Gustl Bayrhammer(1922– 1993). Nun könnte der rothaarige Kobold zu neuem Ruhmgelangen. Ab 1. März ist die alte Serie „Meister Eder und seinPumuckl“ bei Amazon Prime Video zu sehen. 2020 sollen die digitalrestaurierten 52 Folgen dann wieder beim Bayerischen Rundfunk (BR)im Fernsehen laufen, wo die Serie 1982 mit der Pumuckl-Stimme desWilhelmshaveners Hans Clarin (1929–2005) zum Kult wurde. Ab 15.April startet der BR zudem die Nachfolge-Serie „Pumuckls Abenteuer“,die 1999 entstand.

Dass Kinder die von Ellis Kaut ausgedachte und von Barbara vonJohnson gezeichnete Figur lieben, ist kein Wunder. Wahre Fans könnennoch heute viele seiner Sprüche auswendig, geschult durch Bücher,Hörspiele und die TV-Serie. „Pumuckl neckt, Pumuckl versteckt,niemand was meckt“ oder „Geburtstag ist ein schöner Tag – ich jedenTag Geburtstag mag“ und auch „Überall Wasser, überall nasser,schrecklich viel Spasser.“ Wobei: Eder hat nicht immer so viel„Spasser“, wenn die Milch überkocht oder ständig Sachenverschwinden. Klar, dass Pumuckl bestraft wird, aber weil er soliebenswürdig ist und sich die verrücktesten Ausreden einfallenlässt, kann ihm Eder nicht lange böse sein.

Das Praktische: Pumuckl ist unsichtbar, nur Meister Eder kann ihnsehen. „Ihr könnt euch natürlich vorstellen, was der dann fürStreiche spielt“, sagt Cornelia Liebig-Marciniak augenzwinkernd. Sieist Geschäftsführerin der Pumuckl Media GmbH, an der neben Barbaravon Johnson noch andere beteiligt sind, die Rechte an Pumuckl haben.Viele Jahre hatte es Streit gegeben, unter anderem um dieUrheberrechte. Deshalb war die Serie auch seit 2012 nicht mehr imFernsehen zu sehen. Nun habe man sich geeinigt und in der GmbHzusammengefunden, sagt Liebig-Marciniak.

Sie und die anderen haben große Pläne: Eine neue Fernsehserie istangedacht, auch Computerspiele und eine Ausstellung. Amazon PrimeVideo soll den Kobold wieder bekannt machen. „Ich wünsche mir sehr,dass die heutige Kindergeneration genauso von ihm begeistert ist,wie alle anderen Kindern davor“, sagt Geschäftsführer ChristophSchneider.

Von Johnson glaubt, dass die Zuschauer von den Weisheiten desKobolds profitieren können. „Ich wünsche mir sehr, dass der Pumucklwieder mit einer Botschaft in die Welt geht.“ Zum Beispiel: „LasstEuch nichts ausreden“, vor allem nicht von Erwachsenen.

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