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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Mit den Menschen auf Augenhöhe

08.08.2018

München Adenauer, Chruschtschow, Gorbatschow – es gibt nur wenige bedeutende Staatsmänner des 20. Jahrhunderts, die Reporter-Legende Gerd Ruge nicht getroffen hat. Da gab es auch weniger angenehme Gespräche, wie Ruge dem Branchendienst „kress.de“ vor einigen Jahren verriet. Abgeschreckt hat ihn das aber nicht. „Mir war es einfach zu wichtig, mir selbst eine Meinung zu bilden. Umso besser kann man dann die Weltlage beurteilen“, sagte Ruge in dem Interview. An diesem Donnerstag wird er 90 Jahre alt.

Über viele Jahrzehnte ist der in Hamburg geborene Reporter durch die Welt gereist, berichtete als ARD-Korrespondent in Washington über die Kuba-Krise und aus Moskau über den Putsch-Versuch gegen den damaligen Staatspräsidenten der Sowjetunion, Michail Gorbatschow.

In seinen Reisereportagen brachte er dem Fernsehpublikum ferne Länder näher. In der Reihe „Gerd Ruge unterwegs“ erzählte er Geschichten aus Afghanistan, China oder Sibirien. Bundespräsident Joachim Gauck zeichnete Gerd Ruge im Jahr 2014 mit dem Großen Verdienstkreuz aus.

„Es gibt nur wenige, die das Fernsehen so geprägt haben wie Gerd Ruge. Er hat mehreren Generationen von Zuschauern mit seinen Reportagen einen ganz besonderen Zugang zu anderen Ländern ermöglicht“, sagte WDR-Intendant Tom Buhrow. „In seinen Filmen redete er mit den Menschen stets auf Augenhöhe, mit viel Respekt und ohne Eitelkeit.“

Als 16-jähriger Soldat überlebte Ruge mit Glück die Endphase des Zweiten Weltkriegs. 1956 ging er nach Moskau, 1962 in die USA, wo er über die Morde an den Brüdern Kennedy und Martin Luther King berichtete. 1972 ging er für „Die Welt“ nach China, 1977 wieder für die ARD nach Moskau. Von 1981 an moderierte er das Polit-Magazin „Monitor“, 1984/85 war er WDR-Chefredakteur. 1987 zog es ihn noch einmal nach Moskau.

Heute lebt Ruge mit seiner Frau in München, wo er auch seinen 90. Geburtstag im Kreise seiner Familie feiert.

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