• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Serie: Seit über 30 Jahren auf Verbrecherjagd

03.03.2017

Hamburg Jan Fedder ließ damals noch auf sich warten, aber Mareike Carrière sorgte schon mal für Aufsehen: Als die Schauspielerin vor 30 Jahren im „Großstadtrevier“ ihren Dienst als erste TV-Streifenpolizistin antrat, begann damit eine der langlebigsten Serien im deutschen Fernsehen.

„Mensch, der Bulle ist ’ne Frau“, hieß es am 16. Dezember 1986, als erstmals im ARD-Vorabendprogramm die Beamten des 14. Hamburger Polizeireviers auf dem Kiez Verbrecher jagten. Die Fälle rund um „große Haie, kleine Fische“, wie sie seither von Truck Stop in der Titelmusik besungen werden, starten im Ersten an diesem Montag (18.50 Uhr) in die 30. Staffel.

Und wieder geht es um Polizistin Ellen Wegener, als die die 2014 gestorbene Schauspielerin Carrière bekannt geworden war. 62 Episoden lang blieb sie dabei, die Doppelfolge um ihren Tod schaffte 1994 die höchste Einschaltquote in der „Großstadtrevier“-Geschichte. Die Polizistin stirbt, just nachdem ihr endlich jener Kollege einen Heiratsantrag gemacht hat, der 1992 in Folge 37 als „Der Neue“ im Hawaii-Hemd auf der Wache erschienen war: Dirk Mat­thies, St.-Paulianer mit großem Herz und Kodderschnauze. Der Kiez-Bulle wird zur Paraderolle von Jan Fedder, längst ist er das Gesicht der Serie.

In den 16 Episoden der 30. Staffel warten auf ihn und seine Kollegen diverse Begegnungen mit der Vergangenheit und alten Bekannten wie Peter Heinrich Brix, der 15 Jahre lang Lothar Krüger war.

Neben ihm im Streifenwagen saßen später noch einige attraktive Kolleginnen, etwa Britta Schmeling, Andrea Lüdke, Dorothea Schenck, Ann-Cathrin Sudhoff und Anja Nejarri – mit keiner aber hatte Matthies wieder ein Verhältnis. Fedder selbst, gesundheitlich angeschlagen, fährt als Matthies nicht mehr Streife, sondern ist Milieuermittler. Innendienst muss plötzlich „Harry“ Möller schieben. Seit 1994 gibt Schauspielerin Maria Ketikidou (50) die Zivilfahnderin und hat als diese viel erlebt.

Damals waren die Uniformen noch grün, und Jürgen Roland (1925–2007), der „Großstadtrevier“-Erfinder, mischte noch kräftig mit. Der Krimi-Altmeister („Stahlnetz“) hatte die Idee zu der Serie über die Mühen und Konflikte im Polizeialltag: „Der Polizist auf der Straße hat für eine Entscheidung manchmal zwei Sekunden, wofür der Richter zwei Monate hat.“ Schon in der Konzeption der Serie griff er das seinerzeit diskutierte Thema „Frauen als Polizistinnen im Streifendienst“ auf, wie die Macher der Serie noch einmal erinnern. Auch mit Ketikidou, Tochter griechischer Eltern, habe er früh ein Thema eingeführt, „das noch heute aktuell ist – Polizisten mit Migrationshintergrund“.

„Ich setze nicht auf Action und Gewalt, sondern auf sympathische Charaktere, menschliche und spannende Geschichten“, sagte Roland mal. „In anderen Serien wird allein im Vorspann mehr geschossen als bei uns in 15 Jahren.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.