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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Geschichte: Sieben Jahre voller Liebe und Leid

07.01.2015

Hamburg Das Interesse des Fernsehpublikums an der Geschichte der Ortschaft Mödlareuth ist ungebrochen. Am Montagabend sahen ab 20.15 Uhr 6,55 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 19,4 Prozent) die zweite Folge des ZDF-Dreiteilers „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ über den Flecken Mödlareuth in Thüringen und Bayern, den nach Kriegsende bis zur Wende die Grenze zwischen West und Ost teilte. Am Sonntag hatten 6,35 Millionen Zuschauer (17,1 Prozent) den ersten Teil mit Darstellern wie Nadja Uhl, Heiner Lauterbach, Jonas Nay und Henriette Confurius gesehen.

Die Handlung ist klar strukturiert: Als die US-Armee im Frühjahr 1945 in das 200-Einwohner-Dorf einmarschiert, sind die deutschen Flüchtlinge aus den Ostgebieten längst da. Der Widerstand der letzten Wehrmachtssoldaten ist bröckelig, die gerahmten Führerbilder bereits im Ofen verbrannt. Doch die Ankunft der Amerikaner in dem fiktiven Ort war ja nur der Anfang des ZDF-Dreiteilers „Tannbach“, der an diesem Mittwoch nun um 20.15 Uhr seinen Abschluss findet.

Wie schon in der mehrfach preisgekrönten Weltkriegsreihe „Unsere Mütter, unsere Väter“, die für das ZDF mit ebenfalls drei Teilen zum Quotenhit wurde, versuchen die Macher von „Tannbach“ eine Epoche der Geschichte als fernsehtauglichen Erzählstoff zu verpacken. „Wir erzählen die letzen Tage des Krieges, wir erzählen ein Dorf unter wechselnden Besatzungsmächten. Wir erzählen Enteignung, Entnazifizierung“, betont Produzentin Gabriela Sperl.

Über sieben Jahre – von 1945 bis 1952 – erstreckt sich die Erzählung samt Liebesbeziehungen, an der Größen wie Heiner Lauterbach und Martina Gedeck mitwirken. Hinzu kommen Nachwuchstalente wie Henriette Confurius (23, „Die geliebten Schwestern“) und Ludwig Trepte (26, „Unsere Mütter, unsere Väter“).

Das Dorf Tannbach, das dem realen Mödlareuth auf der Grenze zwischen Thüringen und Bayern nachempfunden ist, dient in allen Teilen als Kulisse. 3000 Komparsen wurden eingesetzt. „Der Blick auf die Narben einer geteilten Vergangenheit ist Bestandteil unserer gemeinsamen Zukunft“, sagen die Produzenten Quirin Berg und Max Wiedemann. Die Fragen, die sie aufwerfen, sind aktuell: Wie objektiv ist der Blick des Westens auf den Osten und in Gegenrichtung? Welche Feindbilder bestehen noch? Diese Fragen kann „Tannbach“ nicht beantworten. Der Mehrteiler zeigt aber den Ursprung einer Debatte über Ost und West.

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