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Zdf-Weihnachtsfilm: Siegeszug der Christbaumkugel

07.12.2016

Mainz In dem kleinen Dorf Lauscha im Thüringer Wald wurden 1890 die gläsernen Christbaumkugeln erfunden. Bald schon wurden sie nach Amerika exportiert. Die Autorin Petra Durst-Benning fand diese Erfolgsgeschichte so spannend, dass sie anfing, die historischen Ereignisse zu recherchieren und in ihrem Roman „Die Glasbläserin“ nachzuerzählen. Nun ist die Geschichte um die erste Glasbläserin von Lauscha und ihre Schwester am Montag, 12. Dezember, 20.15 Uhr, als ZDF-Weihnachtsfilm zu sehen.

Die zwei kreativen Frauen setzten sich trotz vieler Hindernisse durch, dank amerikanischer Aufträge wurden sie zu Unternehmerinnen, wie Leonie-Claire Breinersdorfer (Drehbuch) und Christiane Balthasar (Regie) erzählen.

Elend und Hungerlohn

Dabei beginnt die Geschichte der Glasbläserin Marie Steinmann (Maria Ehrich) und ihrer Schwester Johanna (Luise Heyer) tragisch. Ihr Vater stirbt bei einem Unfall mit Gas. Die beiden erwachsenen Töchter stehen plötzlich vor dem Nichts.

Sie müssen die Glashütte schließen, denn Frauen ist es zu dieser Zeit nicht erlaubt, Glas zu blasen. Obwohl Marie das Handwerk von ihrem Vater gelernt hat, muss sie sich für einen Hungerlohn als ungelernte Arbeiterin verdingen. Abends geht sie heimlich in die Glaswerkstatt und entwirft kunstvollen Weihnachtsschmuck, Glasschalen, Christbaumkugeln und kleine Herzen.

In Lauscha gibt es zu der Zeit nur wenige wohlhabende Handwerker. Die meisten Bewohner leben im Elend, müssen schwer arbeiten und finden kaum ein Auskommen. Von der Not gezwungen, müssen Johanna und Marie getrennte Wege gehen: Johanna wird Verkaufsassistentin bei dem Glashändler Friedhelm Strobel, Marie arbeitet als Glasmalerin bei Wilhelm Heimer und heiratet dessen Sohn Thomas.

Gewalttätige Ehemänner

Doch beide Frauen geraten an geizige, ausbeuterische und gewalttätige Männer. Als sie sich gegen die Angriffe zur Wehr setzen, verliert Johanna ihre Anstellung, und Marie, die inzwischen eine kleine Tochter bekommen hat, verlässt ihren Mann. Die Not schweißt die Schwestern erneut zusammen, und sie beschließen, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.

Regisseurin Christiane Balthasar zaubert versiert Bilder einer heilen Weihnachtswelt. Zugleich schildert sie aber ebenso eindringlich das soziale Elend und die schwierigen Arbeitsbedingen der thüringischen Glasbläser und die Diskriminierung der Frauen. Insgesamt gestaltete sie einen anrührenden und gut gespielten Historienfilm über eine starke Frau. Die eindrucksvolle Milieustudie erinnert die Zuschauer an die Zeit vor gut 125 Jahren und bringt ihnen die Schicksale der Menschen von damals näher.

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