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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Tatort „das Fleißige Lieschen“: Ein vielversprechender Neuanfang

11.04.2020

Saarbrücken Ein radikaler Neubeginn sieht erst mal anders aus: Beim ersten „Tatort“ des neuen saarländischen Ermittler-Teams zeichnen Hendrik Hölzemann und Christian Theede für Drehbuch und Regie verantwortlich. Die beiden waren auch schon die Namen hinter dem vorletzten Fall des bisherigen Saarbrücker Ermittlers Devid Striesow alias Jens Stellbrink. Trotz des weithin geschätzten Hauptdarstellers waren die humoristisch häufig allzu gewollten Fälle rund um Stellbrink von Anfang an von starker Kritik begleitet. Im Januar 2019 wurde sein letzter „Tatort“ ausgestrahlt.

Nun soll es ein sehr junges Team richten, bestehend aus den knapp über 30-Jährigen Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk (Daniel Sträßer). Der „Tatort: Das fleißige Lieschen“, den „Das Erste“ am Ostermontag von 20.15 bis 21.45 Uhr ausstrahlt, beginnt mit Adams Rückkehr in seine Heimatstadt. 15 Jahre war er spurlos verschwunden, nun hat sich der Ermittler nach Saarbrücken versetzen lassen. In der dortigen Mordkommission trifft er auf seinen einst besten Freund Leo.

Ein dunkles Geheimnis aus ihrer Jugend verbindet die zwei, und das hat mit Adams gewalttätigem Vater zu tun: Vergangenheitsbewältigung auf mehreren Ebenen ist das zentrale Thema dieses „Tatorts“. Auf eine ähnliche Familienkonstellation wie bei Adam treffen die Polizisten, als sie kurz nach ihrem Wiedersehen zu einem Mord gerufen werden: Erik Hofer, der frisch gekürte Erbe der lokalen Textilfirma Hofer, wurde erschlagen. Bei der Vernehmung der Familienmitglieder tun sich menschliche Abgründe auf. Im Zentrum steht der gefühlskalte Familienpatriarch Bernhard Hofer, der seine Kinder und Enkelkinder mit schwarzer Pädagogik zu Härte und Stärke zu drillen suchte.

Was derlei Erziehungsmethoden mit den Nachgeborenen anrichten, zeigt dieser „Tatort“ eindrücklich – anhand der Ermittler wie der Mordverdächtigen: Entweder führen sie zu Verrohung und Brutalität oder zu Ängsten, emotionaler Abkapselung und geringem Selbstbewusstsein.

Alles in allem aber fühlt sich „Das fleißige Lieschen“ wie ein richtiger Neuanfang an: Deutlich dramatischer, düsterer und härter und (fast) ohne Gewitzel kommen diese neuen Kommissare daher.

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