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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Tsunami erreicht Schweizer Berge

19.08.2014

Berlin Idyllische Berglandschaft irgendwo in der Schweiz, mit malerischen Seen. In einem sind zwei Taucher unterwegs: Mara Graf (Claudia Michelsen) und ihr Geliebter Gian Wyss (Lorenz Nufer). Nach einem Bergsturz erhalten die deutsche Geologin und der Schweizer Seismologe vom Eidgenössischen Erdbebendienst den Auftrag, am Grund des Urnersees einige Messgeräte anzubringen.

Als Maras Luftschlauch platzt, will Gian nicht warten und taucht alleine. Dann erschüttert eine Druckwelle ihr Boot, panisch wird Gian von Mara an der Sicherungsleine nach oben gezogen – doch er ist tot. Unter Schock stehend, wird sie von Kommissar Albrecht (Pierre Siegenthaler) ziemlich rüde verhört, redet etwas wirr und gerät schnell in Verdacht, ihren Freund vorsätzlich getötet zu haben. Der Film „Stärke 6“ ist an diesem Mittwoch (20.15 Uhr, ARD) zu sehen.

Für die um ihren Freund trauernde Mara kommt es knüppeldick, denn niemand will an ihre Unschuld glauben. Auch Sebastian Scherrer (Pasquale Aleardi), Hauptmann bei den Genietruppen der Schweizer Armee, schenkt Mara zunächst keinen Glauben. Als ihr eine Anklage wegen Totschlags droht, will er ihr doch helfen – doch sein Vorgesetzter, Oberst Frick (Andreas Matti), verbietet ihm, an der Unglücksstelle zu tauchen. Das macht Mara dann auf eigene Faust, und sie findet schließlich scharfe Munition bei der Unfallstelle.

Darum geht es im Kern des Films – um 8000 Tonnen alter Munition, eine lästige Kriegslast, die das Militär 1963 im Thunersee und 1967 im Urnersee „günstig entsorgt“ hat. Forscher behaupten, dass der größte Teil dieser gefährlichen Mülldeponien wenig verrostet in sauerstoffarmen Seegründen begraben liege und etwaige Schadstoffemissionen kaum messbar seien. 2012 wurde von Seiten der Politik beschlossen, dass eine Bergung des illegal verschütteten und lange vergessenen Schrotts zu gefährlich, ökologisch bedenklich und natürlich viel zu teuer wäre.

Regisseurin Sabine Boss hat ein ziemlich spannendes Drama inszeniert, dessen Hauptthema – der ungeheure Schrott-Skandal und eine drohende Katastrophe (bis hin zu einem Tsunami) – schon völlig ausgereicht hätte. Unnötigerweise setzt sie dann noch eine ziemlich abstruse Verschwörungstheorie innerhalb des Schweizer Militärs obendrauf.

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