München - Klara und Bernhard haben einen Plan: Den Ruhestand genießen, sich nicht mehr mit dem Beruf beschäftigen, alte Gewohnheiten ablegen. Der Plan klingt gut – führt aber dazu, dass sich beide ständig gegenseitig belügen.
Die kurzweilige Familienkömodie „Just Married – Hochzeiten zwei“ mit Senta Berger und Friedrich von Thun, die die ARD am 2. Mai (20.15 Uhr) ausstrahlt, ist ein Film über die Liebe, das Alter und den Ruhestand. Sie zeigt, dass in der Liebe vor allem eines wichtig ist: sich selbst und den anderen nicht verbiegen zu wollen.
Klara (Senta Berger) hat ihre Gärtnerei verkauft, Lebensgefährte Bernhard (Friedrich von Thun) hat sein Flugzeugbau-Unternehmen an Nachfolger Oliver (Tim Bergmann) übergeben. Ein sprechendes High-Tech-Haus bildet den Rahmen für den neuen Lebensabschnitt.
Doch das alte Leben können die beiden nicht hinter sich lassen. Bernhard macht sich Sorgen um die Firma, der neueste Airbus überschreitet die Lärm-Norm. Klara strebt eine Karriere im Umweltministerium an. Die ständige Geheimniskrämerei führt dazu, dass Bernhard glaubt, Klara hätte was mit dem Umweltminister, und Klara meint, Bernhard gehe mit der Flugzeug-Ingenieurin fremd.
Film-Tochter Sofie (Lisa Martinek) geht es nicht besser. Sie tourt durch Italien und flittert mit Hans (Fritz Karl). Doch hängt ihr Herz an Ingo, der mit ihrer Hilfe das Airbus-Geschäft retten kann. Klar, dass Sofie ihren Einsatz für die Firma vor Hans verheimlicht.
In einer Liebe müsse man sich aufeinander einlassen – auch wenn es schwer sei, ein Leben zu zweit zu führen, sagte Senta Berger jetzt in einem Gespräch. „Man muss auch die Unvereinbarkeit akzeptieren. Das zeigt der Film.“ Es sei keine typische „Schenkelklopfer-Komödie“, sondern vielmehr ein Familienfilm, in dem sich jeder wiederfinden könne, der mit jemandem zusammenlebt, findet die Schauspielerin.
Vor der Kamera sind Senta Berger und Friedrich von Thun ein eingespieltes Team, in zahlreichen Produktionen haben sie schon zusammengearbeitet. Mit wem man in einem Film zusammenspielt, wie man miteinander harmoniert, sei sehr wichtig, sagt von Thun.
Ein sprechendes High-Tech-Haus wie das Filmpaar würden die beiden Schauspieler jedoch privat nicht bewohnen wollen. „Dieses Gequatsche würde mir auf den Nerv gehen“, sagt Friedrich von Thun. Und Senta Berger fügt an: „Es würde mich nervös machen.“
