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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Serie: Vom katastrophalen Flop zum Kult

22.05.2012

BERLIN Moderator Thomas Gottschalk löste eine verlorene Wette ein, Kabarettist Herbert Feuerstein spielte einen Chemieprofessor, und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder war in seiner Ministerpräsidenten-Zeit als Hochzeitsgast dabei. Bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, der ältesten und erfolgreichsten Daily Soap im deutschen Fernsehen, gab sich die Prominenz die Ehre. An diesem Mittwoch läuft die 5000. Folge auf RTL – wieder mit bekannten Gästen. Unheilig, Mia und Aura Dione sind zum fiktiven „Mauer-Flower“-Festival in der Serie angekündigt.

Schwache Quoten

Vor 20 Jahren, am 11. Mai 1992, ging „GZSZ“ auf Sendung. Der Stoff stammte aus Australien. Die Drehbücher wurden zunächst eins zu eins von der australischen Soap „The Restless ­Years“ übernommen. Die Quoten waren schwach. Helmut Thoma, der die Serie damals als RTL-Chef ins Programm holte, sagte vor einigen Jahren der „Financial Times Deutschland“: „Das erste Jahr war eine Katastrophe.“ Kaum 800 000 schauten am Anfang zu. Mit der zunehmenden Loslösung von der australischen Vorlage stieg die Quote.

Heute schalten durchschnittlich vier Millionen Zuschauer ein, wenn um 19.40 Uhr mit der Titelmelodie „Ich seh in dein Herz, sehe gute Zeiten, schlechte Zeiten, ein Leben, das neu beginnt...“ eine neue Folge startet. Die Themen sind altbekannt: Liebe, Freundschaft, Alltagsprobleme, Intrigen, Drogensucht.

Mehr als 40 Todesfälle

„,GZSZ‘ ist so ein bisschen der Ersatz für den Tratsch im Treppenhaus, die Kommunikation mit den Nachbarn“, sagt Schauspieler Wolfgang Bahro, der seit 1993 die Rolle des fiesen Anwalts Jo Gerner übernimmt. Er ist inzwischen der dienstälteste Schauspieler bei „GZSZ“. Die letzten Schauspieler der ersten Stunde, Lisa Riecken und Frank-Thomas Mende, stiegen 2010 aus – wenn auch ihre Charaktere Elisabeth und Clemens in der Serie nach wie vor leben, nur eben in Kanada beim Sohn von Clemens. Rückkehr also nicht ausgeschlossen.

Anders als bei anderen Aussteigern. Bisher gab es in der Seifenoper mehr als 40 Todesfälle. Einen Höhepunkt im Netz erreichte „GZSZ“ im August 2011 mit dem Serientod von Verena Koch (Susan Sideropoulos): Im Schnitt werden auf www.gzsz.de laut RTL im Monat 1,3 Millionen Videos angeschaut, viele davon sind extra für die Internetseite produziert. Die Berichte und Interviews zum tödlichen Unfall der beliebten Verena sahen in dem Monat 3,56 Millionen Menschen.

Solchen traurigen, „schlechten Zeiten“ im Serien-Kosmos stehen dann wieder „gute“ gegenüber: 25-mal wurde bei „GZSZ“ bisher geheiratet. Und auch in der Jubiläumswoche zur 5000. Folge (21. bis 25. Mai) steht ein Heiratsantrag bevor.

Die jeweils aktuellen Schauspieler der 20-köpfigen Stammbesetzung genießen unter vielen Jugendlichen Kult-Status. Sprungbrett zu einer größeren Karriere war „GZSZ“ dennoch nur für wenige der inzwischen mehr als 200 Hauptdarsteller: Alexandra Neldel machte mit der Telenovela „Verliebt in Berlin“ und Filmen wie „Die Wanderhure“ von sich reden, Yvonne Catterfeld und Jeanette Biedermann sangen sich in die Charts und sind ebenfalls als Schauspielerinnen in Deutschland etabliert.

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