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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Von Mördern und Mardern

14.02.2014

Berlin Der Bauer Mats Sjögren (Tobias Zilliacus) ist verzweifelt. Schluchzend sitzt er am Küchentisch und schiebt Patronen in seine Pistole.

Aus dem Nebenzimmer schallt fröhliche Klassik. „Du wirst mich nie wieder aus deinem Kopf kriegen. Nie wieder“, spricht Sjögren ins Telefon. Und schießt dann in die Küchendecke. Plötzlich dreht er sich um, weil eine zweite Person den Raum betritt. „Du?“, fragt er erstaunt. Der Zuschauer sieht das Bauernhaus nur noch von außen, als weitere Schüsse fallen. Was ist passiert? Wer war der Besucher?

Wie gewohnt dreht sich auch die neue Folge der schwedisch-deutschen ZDF-Krimireihe „Der Kommissar und das Meer“ an diesem Sonnabend (20.15 Uhr) um Lügen, Intrigen und Eifersucht. In der Folge „In einer dunklen Nacht“ fällt Kommissar Robert Anders (Walter Sittler) aber keine Leiche vor die Füße. Auf Gotland beschäftigt ihn ein Brandanschlag auf eine Nerzfarm. Nach dem Feuer wuseln die kleinen Tiere über die ganze Insel.

Und dann hinterlässt da noch ein Einbrecher diese blutige Pistole im Wohnzimmer des bekannten Fußballtrainers Björn Widemark (Tobias Hjelm). Das Blut gehört zum Bauern Sjögren.

Die Ermittler spekulieren auf Mord und nehmen den Nerzzüchter Kent Norén (Dag Malmberg) fest, mit dem sich Sjögren schon jahrelang wegen Ländereien kabbelte. Die stets aufgeregte Pathologin Ewa findet schließlich Überreste des verschwundenen Bauern in den Mägen der freilaufenden Marder – Sjögren wurde offenbar im Fleischwolf zu Tierfutter verarbeitet. U-Häftling Norén verzweifelt und bringt sich in seiner Zelle um. Für Kommissar Anders ist der Mord noch nicht geklärt.

„Geheimnisse sind in Ordnung, solange man anderen damit nicht wehtut“, rät Kommissarsfreundin Emma (Frida Hallgren) mal beiläufig ihrem Sohn Kasper (Grim Lohmann). Nichts anderes tun die in den Fall verstrickten Insulaner, sie lügen und drucksen bis zum bitteren Ende. Idyllisch sind auf Gotland mal wieder nur die Landschaften.

So spannend die 16. Episode des Schweden-Krimis beginnt, so schnell verläuft sie sich in einer Aneinanderreihung gestelzter Dialoge. Anders fährt von Tür zu Tür und klappert seine Verdächtigen ab. Im Gegensatz zu temporeichen Szenen setzt Regisseur Anno Saul auf seine Charaktere, die allerdings wirken durch abgegriffene Phrasen eher hölzern. Wie in früheren Folgen ist die holprige Synchronisation der Figuren für die Zuschauer eine ebenso nervige Plage wie die freilaufenden Nerze für die Gotländer.

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