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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Porträt: Vorliebe für vielschichtige Rollen

14.02.2012

HAMBURG Sie war die erste „Tatort“-Kommissarin, erhielt als 16-Jährige ihre erste Filmrolle, doch Nicole Heesters’ wahre Liebe galt schon immer dem Theater. In fast allen großen Frauenrollen stand die Schauspielerin im Laufe ihrer mehr als 50-jährigen Karriere auf der Bühne: Sie war das Käthchen in „Der Widerspenstigen Zähmung“, mimte die Lady Macbeth ebenso wie die Maria Stuart und übernahm die Titelrollen in Kleists „Penthesilea“ oder Shaws „Die heilige Johanna“.

Auch wenige Tage nach ihrem 75. Geburtstag, den sie an diesem Dienstag feiert, wird die Tochter von Schauspiellegende Johannes Heesters, der Heiligabend mit 108 Jahren starb, auf der Bühne stehen – in Henrik Ibsens „John Gabriel Borkman“ am Wiener Theater in der Josefstadt (Premiere 1. März).

„Theaterspielen macht mir mehr Spaß, ist lebendiger, und man kann nicht am Schneidetisch manipuliert werden“, sagte die in Hamburg lebende Künstlerin einmal. Dennoch begann für die in Potsdam geborene Tochter der Opernsängerin Louise Ghijs die Schauspiellaufbahn 1953 vor der Kamera.

Ein Jahr nach ihrem ersten Film „Ich und meine Frau“ debütierte sie am Wiener Volkstheater in der Titelrolle des Erfolgsstück „Gigi“ und wurde daraufhin an das Düsseldorfer Schauspielhaus verpflichtet. Die Schauspielerin trat an den großen Bühnen auf, arbeitete mit Regisseuren wie Peter Zadek und Peter Stein.

Boy Gobert holte sie 1972 an das Hamburger Thalia-Theater, 1980 wechselte sie mit ihm nach Berlin. Im Fernsehen machte sich Heesters zunächst rar. Dabei war sie 1978 als erste Kommissarin in der ARD-Reihe „Tatort“ auf Verbrecherjagd gegangen – ohne Dienstwaffe. „Weil ich meinen Kindern nicht erklären wollte, warum die Mutti tagsüber Toleranz predigt und abends im Fernsehen mit der Knarre herumfuchtelt“, erklärte sie. Mit Tochter Saskia Fischer, ebenfalls Schauspielerin, stand sie vor der Kamera, ihr Sohn Johannes arbeitet als Eventmanager. Im Mai 2010 starb ihr Ehemann, der Bühnenbildner Pit Fischer.

Im Fernsehen bleibt Heesters ihrem Motto „Ich bin sehr anspruchsvoll und halte nicht viel von der lustigen Gaudiwelt im Fernsehen“ treu – meistens ist sie in vielschichtigen Rollen zu sehen.

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