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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Schräger Krimi-Spaß aus Weimar

19.09.2019

Weimar Harte Zeiten für die TV-Ermittler Dorn und Lessing: Erst landet Kriminalhauptkommissar Lessing (Christian Ulmen) hinter Gittern, dann wird seine Partnerin Kira Dorn (Nora Tschirner) suspendiert, und schließlich ist das Duo auch noch auf der Flucht vor den eigenen Kollegen. Dahinter steckt „Die harte Kern“ – Sonderermittlerin und Namensgeberin für den neunten „Tatort“ aus Weimar, der am Sonntagabend (20.15 Uhr, Das Erste) wieder für schrägen Krimi-Spaß steht.

Zwar fehlt es auch diesem Plot nicht an skurrilen Eigenheiten, doch schlägt die teils in Rückblenden erzählte Story noch eine andere, etwas ernsthaftere Tonart an. Anstelle oft ziemlich überraschender Wendungen und groteskem Klamauk – die bisher für gute Quoten, aber auch geteilte Meinungen sorgten – setzt Regisseurin Helena Hufnagel (34) bei ihrem ersten „Tatort“ nicht zuletzt auf Gefühl. Es sei der emotionalste aller bisherigen Weimarer Fälle, sagt sie.

Lessing hat den Schrottplatzbesitzer Harald Knopp (Heiko Pinkowski) 15 Jahre nach dem Mord an einer Kunstsammlerin vor Gericht gebracht. Doch Knopp wird freigesprochen und kurz darauf erschossen – mit Lessings Dienstwaffe. So wird der Kommissar zum Verdächtigen und Kira Dorn von Sonderermittlerin Eva Kern (Nina Proll) vom Fall abgezogen.

Es ist ein kurzer Moment, in dem bei Kira Verzweiflung aufflackert, als sie bei den Vorbereitungen zum fünften Geburtstag des gemeinsamen Sohnes sitzt. Zunächst noch zu Scherzen aufgelegt („Ok, sieh’s positiv: Wenn Du lange genug im Bau sitzt, musst Du nach dem Kindergeburtstag nicht mit aufräumen“) setzt sie bald alles daran, Lessing so schnell wie möglich aus dem Knast zu holen.

Doch während Kira auf eigene Faust versucht, die Unschuld ihres Partners zu beweisen, kommt sie selbst in die Bredouille. Ihr zur Seite steht der vertrottelte Lupo (Arndt Schwering-Sohnrey), der schwer verliebt zu geistigen Höhenflügen ansetzt, um am Ende aber wieder auf das geistige Niveau eines „Streifenhörnchens“ abzufallen. Die Flucht wagen Dorn und Lessing schließlich in einer alten Simson-Duo – einem dreirädrigen Vehikel, das es rechtzeitig zum Finale auf den Schrottplatz schafft.

Die Grundstory wurde dieses Mal von zwei Autoren unter Pseudonym entwickelt. Von den beiden bisherigen Drehbuchautoren Murmel Clausen und Andreas Pflüger stammen nur die Dialoge. Pflüger verabschiedet sich damit zugleich vom Weimar-„Tatort“. Nicht jeder Gag zündet, und so mancher „Schrottwitz“ wirkt bemüht. Aber Tobias Kuhn und Markus Perner haben einen hervorragenden Sound geschaffen, der den Film musikalisch trägt.

Ob es bei zwei Weimar-„Tatorten“ im Jahr bleibt? Dieses Jahr sei mit „Der letzte Schrey“ nur ein neuer „Tatort“ gedreht worden, der 2020 läuft, heißt es beim verantwortlichen Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Tschirner und Ulmen seien anderweitig eingebunden.

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