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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Wenn der soziale Druck ins Unermessliche steigt

19.09.2007

HAMBURG Die Welt von Martina Schneider (Maren Eggert) ist fragil: Sobald sie der obszöne Blick des Installateurs streift oder Kolleginnen hinter ihrem Rücken tuscheln, ringt sie um ihre Fassung. Das ARD-Melodram „Die Frau am Ende der Straße“ an diesem Mittwoch (20.15 Uhr) zeigt das Leben einer jungen Frau, die die Welt außerhalb der Familie als bedrohlich empfindet.

Der Mann an ihrer Seite wird von Matthias Brandt gespielt, Sohn des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt und früher auch einmal in Oldenburg tätig. 2003 verkörperte er in dem ARD-Film „Im Schatten der Macht“ den DDR-Agenten Günter Guillaume. In weiteren Rollen sind Inga Busch („Alles auf Zucker“) und Thorsten Merten („Halbe Treppe“) zu sehen.

Maren Eggert spielte ihre Rolle, wie selbst sagt, „intuitiv“. „Schon in den ersten Vorgesprächen und Proben haben wir die Grundzüge dieser Figur entwickelt – eine trotzige Kindlichkeit ist in unseren Augen ein entscheidender Wesenszug dieser Frau“, sagte sie. Sie blende vieles aus, lehne Verantwortung ab.

„Ich versuche in diesem Film die Frage aufzuwerfen, ob durchlässige Menschen wie Martina erst krank werden, weil der soziale Druck auf sie zu hoch ist, oder ob dieser Druck geradezu ins Unermessliche steigt, weil diese Menschen bereits krank sind“, erklärt Regisseurin Claudia Garde.

Es gebe viele mögliche Ursachen für Sozialphobie, die Krankheit, unter der die Hauptdarstellerin leidet. Über ein Jahr habe sie mit Autor Thomas Schwank am Drehbuch gefeilt, um Zusammenhänge zu klären.

Matthias Brandt spielt den überforderten Ehemann. Das Verhalten seiner Filmpartnerin könne er nachvollziehen. „Jeder kennt es, dass aus einer kleinen Angst urplötzlich eine große Angst wird.“

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