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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

„Wir zeigen stets beide Seiten des Krieges“

14.08.2006

HAMBURG HAMBURG/DPA - ARD und ZDF haben sich gegen Kritik gewehrt, einseitig über den Nahostkonflikt zu berichten. Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Salomon Korn, hatte den öffentlich-rechtlichen Sendern vorgeworfen, die Israelis meist nur als Täter und die Libanesen immer nur als Opfer darzustellen. Auch Israels Botschafter Shimon Stein warf den deutschen Medien vor, einseitig über den Libanon-Krieg zu berichten.

„Der Vorwurf einseitiger Berichterstattung ist nicht gerechtfertigt“, sagten ARD-Chefredakteur Thomas Baumann und ZDF-Kollege Nikolaus Brender jetzt in einer gemeinsamen Erklärung. „ARD und ZDF gehen in ihren Nachrichtensendungen stets auf beide Seiten ein. Unsere Korrespondenten erwähnen und zeigen die Opfer auf beiden Seiten.“

„Auch in Israel sind eine Million Menschen auf der Flucht“, hatte Korn dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ gesagt. „Die zeigt aber kaum jemand. Wo sind denn die Bilder von Toten und Verwundeten auf israelischer Seite? Wer zeigt denn die israelischen Kinder, die seit Jahren traumatisiert in den Bunker müssen? ARD und ZDF jedenfalls nicht ausreichend.“ Hisbollah und Israel würden unzulässigerweise auf eine Stufe gestellt.

Botschafter Stein bezog im „Handelsblatt“ eine ähnliche Position wie Korn. „Wenn Gewaltaktionen gezeigt werden, ist überwiegend die israelische Armee zu sehen, die Hisbollah kaum“, sagte der israelische Botschafter der Zeitung. „Wenn es aber um Opfer geht, dann sieht man überwiegend Libanesen und viel weniger Israelis. So entsteht bei der Öffentlichkeit eine klare Vorstellung, wer der Angreifer und wer der Angegriffene ist.“ Umfragen, wonach zwei Drittel aller Deutschen Israel das Recht auf Selbstverteidigung absprechen, „zeigen ein schwarz-weißes Bild.“

Die Fernsehsender bezeichneten diesen Eindruck als „falsch“.

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