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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Zum filmischen Schlussakt nach Marokko

31.10.2014

Berlin Dorothea von Siethoff hat für ihren Neffen Markus Winter eine Hiobsbotschaft parat: Der Siethoff-Hotelgruppe droht eine feindliche Übernahme. Der 20. Film des ARD-Sehnsuchtsformats „Das Traumhotel“ an diesem Freitag (20.15 Uhr) ist nicht nur der letzte dieser Reihe, sondern ist auch gleichzeitig der Abschied von Ruth Maria Kubitschek. Die 83-Jährige, die Film- und TV-Geschichte in Deutschland mitgeschrieben hat, kehrt jetzt der Leinwand und dem Fernsehen den Rücken.

„Das ist eine Entwicklung, die sich schon lange angebahnt hat“, sagte die in der Schweiz am Bodensee lebende Kubitschek vor wenigen Wochen in einem Interview. „Eigentlich hatte ich mich schon vor drei Jahren dazu entschlossen, wollte nur noch zu Hause bleiben und malen.“ Bei Angeboten zum Kinofilm „Frau Ella“ (2013) und der letzten Folge der ARD-Reihe „Das Traumhotel“, die nach Marokko führt, sei sie jedoch schwach geworden.

Kubitschek war die Titelleiche im dreiteiligen Krimi-Straßenfeger „Melissa“ von 1966, die Brauereichefin Margot Balbeck bei den „Guldenburgs“ und das Spatzl des „Monaco Franze“ in den 80er Jahren. Sie reiste mit dem „Traumschiff“ und besuchte „Rosamunde Pilcher“. Vor Kurzem sah man sie als Großmutterfee im TV-Märchen „Cinderella“ (ARD). Jetzt will sich die Grande Dame des deutschen Fernsehens anderen Neigungen widmen.

„Zu meinem Geburtstag im August habe ich beschlossen, nicht noch mal umzufallen“, sagte die 1931 in Nordböhmen geborene Darstellerin, die ihr Debüt in den 50er Jahren am Stadttheater Halle (Saale) in Bertolt Brechts „Herr Puntila und sein Knecht Matti“ gab. „Ich finde, mit 83 kann man wirklich sagen, ,es war toll‘.“ Sie wolle nicht „auf der Bühne“ sterben, sondern freue sich auf eine neue Entwicklung, die mit „schöpferischer Eigenständigkeit“ zu tun habe.

„Ich male, schreibe, habe einen großen Garten und meditiere. Vielleicht biete ich im Winter, wenn im Garten wenig zu tun ist, auch wieder Meditationskurse an. Doch das hängt von äußeren Faktoren wie der Parkplatzsituation in unserem Ort ab“, beschreibt Kubitschek, die 2013 mit ihrem Buch „Anmutig älter werden“ viel Anklang fand, ihre Ideen, „vor allen Dingen möchte ich wieder frei sein von Muss-Terminen“.

Sie habe sich nie vom Fernsehen vereinnahmen lassen, „bin zum Beispiel nicht auf Partys gegangen, um einen Job zu bekommen“, sagte Kubitschek, „damit habe ich mir die Balance zwischen Arbeit und Zeit für mich erhalten“.

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