• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Freitag für Meinung

Freitag Für Meinung: Das Elektroauto – unsere neue Zukunft?

25.09.2020

Oldenburg Seit den letzten Jahren ist das Elektroauto in aller Munde und in den Augen vieler die Lösung für Umweltbewusstsein im Straßenverkehr. Doch entspricht dies der Wirklichkeit oder verbirgt sich eine andere Wahrheit hinter den E-Autos?

Juliyan Jeyakumar ist der Autor dieses Artikels.

In meinen Augen, wie auch in denen von vielen Experten, ist das Elektroauto nicht die große Zukunft, da es zu viele Argumente gibt, die dagegensprechen. Angefangen bei der Reichweite: Laut Werksangaben schaffen die fortschrittlichsten Modelle auf dem Markt es, mit voller Aufladung um die 600 Kilometer zurückzulegen. Doch in der Praxis unterbieten E-Autos diesen Wert. Das könnte man verkraften, wenn es genügend Ladestellen geben würde. Aber leider ist dem nicht so. Es gibt bundesweit nur sehr wenige Ladestellen, sodass man seine Route bei längeren Strecken gut durchplanen muss, um sie gut überwinden zu können.

Zudem leben rund zwei Drittel der Deutschen in Mehrfamilienhäusern. Hierbei stellt sich natürlich die Frage: Wie soll man mit solch einer Situation umgehen? Sollte man nun etwa am Straßenrand kleine Ladestellen platzieren oder sein E-Auto mit Hilfe von Verlängerungskabeln an der Steckdose aufladen? Als weiteren Kritikpunkt führt der ADAC an, dass rund 96 Prozent der Tiefgaragen in Deutschland nicht einmal mit einer herkömmlichen Steckdose ausgestattet sind. So würden immense Umbaukosten entstehen, wenn man diese mit Ladestationen aufrüsten würde.

Darüber hinaus ist es in den letzten Monaten häufig vorgekommen, dass Elektroautos in Flammen aufgingen. Bei einem Brand zerstören sich die Zellen der Batterie nach und nach selbst, wodurch die Möglichkeit besteht, dass dasselbe Auto nach zwei bis drei Tagen erneut in Brand gerät. Um diesem Szenario vorzubeugen, entschied man sich dazu, abgebrannte E-Autos in ein Wasserbad zu legen. Dies muss man sich so vorstellen, dass das Auto in einen Container geladen wird, welcher mit Wasser befüllt wird. Ein sehr aufwendiger Vorgang.

Nicht zuletzt spielt der Umweltaspekt eine wichtige Rolle. Auch wenn die Fahrzeuge keine direkten Emissionen ausstoßen, muss man bedenken, dass E-Autos mit Strom aufgeladen werden müssen. Verfolgt man nun den Weg des Stroms, kommt man zu der Erkenntnis, dass ein Großteil aus Stromwerken bezogen wird, welche wiederum hohe Emissionszahlen haben.

Außerdem werden die Ressourcen, die für die Herstellung der Batterien benötigt werden, weltweit abgebaut. Für die Produktion müssen diese dann verschifft oder eingeflogen werden, wodurch der Klimawandel verstärkt wird.

Eine der beiden Hauptressourcen für die Batterie ist Kobalt. Beim Abbau von Kobalt besteht ein gewisses Risiko, dass Schwefelsäure als Abfallprodukt entsteht. Die Säure führt sehr häufig zur Vergiftung von Gewässern. Dieser Zustand wird im Umweltprogramm der Vereinten Nation (UNEP) als größtes Umweltproblem der Bergbauindustrie beschrieben. Hinzu kommt, dass beim Abbau von jenen Ressourcen, zum Beispiel in der Demokratischen Republik Kongo, oftmals Kinder beteiligt sind, die wie Sklaven behandelt werden. Dies ist ethisch natürlich nicht vertretbar.

Beim Abbau des zweitwichtigsten Bestandteiles Lithium ist der hohe Wasserverbrauch das Problem. Die Konsequenz hieraus: der Grundwasserspiegel würde immer weiter sinken, wodurch viele Pflanzenarten, die bereits vom Aussterben bedroht sind, komplett ausgelöscht werden würden.

Als Fazit lässt sich aus meiner Sicht festhalten, dass das Elektroauto unter den beschriebenen Umständen und dem aktuellen Entwicklungsstand nicht wirklich zukunftstauglich ist. Als eine bessere Alternative zum elektrischen Antrieb sehe ich den Wasserstoff-Antrieb. Dieser wird bereits viel in der Luftfahrt und im Zugverkehr erprobt und getestet. Hierbei sind bereits erste erfolgversprechende Ergebnisse veröffentlicht worden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.