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Aktualisiert vor 28 Minuten.

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NWZonline.de Freitag für Meinung

Wir brauchen eine faire und respektvolle Diskussionskultur

23.11.2019

Im fünften Artikel unseres Grundgesetzes ist die Meinungsfreiheit verbrieft, ein existenzielles Gut für eine funktionierende Demokratie. Zurzeit erfahren wir jedoch eine ausufernde Äußerungskultur, in welcher nicht nur Meinungen sondern auch Respektlosigkeiten kommuniziert werden. Dieser respektlosen Rede ist Einhalt zu gebieten, vor allem durch Selbstreflexion.

Autor dieses Beitrages ist der Schüler der Graf-Anton-Günther Schule, Patrick Marquardt (17). (Foto: privat)

Die Meinungsfreiheit ist eines der höchsten Güter jeglicher Demokratien, denn ohne diese wäre die demokratische Staatsform nicht überlebensfähig. Eine Demokratie lebt von Meinungsaustausch, Lob und Kritik. Missstände müssen benannt und kommuniziert werden, so dass die Politik entweder reagieren oder später durch ein Wählervotum abgewählt werden kann. Doch nur weil wir das Glück haben, in einem freien Land zu leben und frei unsere Meinung zu äußern, sollten wir dies nicht ohne Bedacht tun.

„Rede mit gesunder Vernunft!“, schrieb Marcus Aurelius vor knapp 2000 Jahren in seinem Werk „Selbstbetrachtungen“. Diese Maxime ist heute von beträchtlicher Bedeutsamkeit. So, denke ich, sollten wir klar trennen zwischen, erstens, den Äußerungen, welche von der Meinungsfreiheit geschützt sind, zweitens, den Äußerungen, welche es nicht sind, und drittens, den Äußerungen, welche zwar von der Meinungsfreiheit geschützt sind, jedoch im demokratischen Dialog respektlos und unangebracht sind.

Lesen Sie hier weitere Beiträge von jungen Leuten für „Freitag für Meinung“

Der erste Aspekt umfasst größtenteils alle Äußerungen. Die Bandbreite reicht hier von „Das Gras ist grün“ bis „Ich finde die Politik der Regierung schrecklich“. Jeder darf sagen, kritisieren und polemisieren, was und wen auch immer er möchte.

Der zweite Aspekt wird im Grundgesetz im zweiten Absatz des fünften Artikels definiert. So solle die Meinungsfreiheit dort aufhören, wo gegen die allgemeinen Gesetze und gesetzlichen Bestimmungen verstoßen werde. Hierunter fallen beispielsweise volksverhetzende Aussagen und Beleidigungen, welche die Ehre eines Menschen verletzen.

Freitag für Meinung

Wir suchen junge, meinungsstarke Autorinnen und Autoren, die jünger als 21 Jahre sind und freitags in der NWZ und auf NWZonline einen Meinungsbeitrag schreiben möchten.

Die Ergebnisse findet ihr dann unter „Freitag für Meinung“ auf NWZonline.

Anmeldungen bitte per Mail an chefredaktion@NWZmedien.de

Der dritte Aspekt findet dort Anwendung, wo das Gesetz dieses nicht tut und doch die gesunde Vernunft uns dazu bringt, bestimmte Aussagen zu unterlassen. Dieses sollte besonders in der (politischen) Diskussion deutlich werden, denn hierbei soll das sachlich Sinnvolle und für das Gemeinwohl Zuträgliche im Mittelpunkt stehen und nicht der Kontrahent. So ist es meines Erachtens nach respektlos, die Regierung „jagen“ (Alexander Gauland) zu wollen oder Mitglieder des Bundestages als „geisteskrank“ (bzgl. Fall von Renate Künast) zu beleidigen.

Demokratische Debatten verlangen respektvolles Reden. So sollten wir alle überlegen: Ist das, was ich sage, respektvoll? Ist das, was ich sage, fair? Wenn wir die Gesellschaft stärken wollen und eine uns zuträgliche Politik wünschen, dann ist dies verwoben mit einer respektvollen Rede, einer demokratischen Diskussionskultur. Unsere Mitbürger oder Parlamentsabgeordneten zu beleidigen, bringt unsere Gesellschaft nicht voran. Der sachliche Streit ist die demokratische Diskussion, eine freie und vor allem faire Diskussion, genau wie die freie und faire Wahl.

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