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NWZonline.de Region

Meinung von Morgen: Mit Urteilsvermögen gegen Verschwörungstheorien

27.11.2020

Wer in den letzten Monaten auf Facebook, Twitter oder Instagram unterwegs war, wird dabei wohl eins kaum übersehen haben: Zwischen der ohnehin großen Auswahl an Nachrichten befinden sich immer öfter auch absurde Erzählungen aus der Welt der Verschwörungstheorien, falsche Fakten und extreme Meinungen. Parallel bringen Demonstranten diesen Geist öffentlichkeitswirksam auf die Straße. Die Empfänglichkeit für Geschichten, die komplexen Themen eine Erklärung geben und gleichzeitig Ängste aufgreifen, ist in dieser besonderen Zeit offensichtlich hoch.

Autor dieses Artikels ist Adrian Dittrich. Nach seinem Abitur an der Liebfrauenschule im Jahr 2019 macht der 19-Jährige derzeit ein Duales Studium der Betriebswirtschaftslehre.

Nach einer Erhebung durch Infratest Dimap sahen schon im Juni dieses Jahres knapp zwei Drittel der Deutschen Verschwörungstheorien als eine wachsende Gefahr für unsere Demokratie. Und deutlich wird auch: Allein mit der Flucht in Unwahrheiten und Phantasien kommen wir der Lösung real existierender Probleme und Sorgen – z.B. Existenzängsten aufgrund der aktuellen Situation oder vor der marktbeherrschenden Stellung großer Internetkonzerne – nicht näher.

Das Internet und die Sozialen Medien bieten eine Plattform, auf der jeder seine Gedanken frei und ungefiltert mitteilen kann. Kurzfristig können Geschehnisse kommentiert werden und die eigene Meinung verbreitet werden, wodurch die politische Basisdebatte immer sehr aktuell ist und breite gesellschaftliche Schichten erreicht. Es unterbleibt jedoch anders als bspw. bei Leserbriefen in Zeitungen zunächst eine inhaltliche Prüfung. Auch falsche Fakten und Gerüchte können so frei verbreitet werden, während die Anonymität und räumliche Distanz des Internets ein Gefühl der Sicherheit vor Konsequenzen vermittelt. Damit ist das Internet zwar nicht Grund für die Entstehung dieses Problems, aber zumindest Katalysator.

Twitter sorgte in der nahen Vergangenheit für Aufsehen, als Beiträge als „irreführend“ gekennzeichnet wurden. Tatsächlich tasten sich Twitter, Facebook und Co. auf dem schmalen Grat zwischen Meinungsfreiheit und Falschaussage gerade erst an ihre Möglichkeiten und Pflichten heran. Ebenso verhält es sich mit der juristischen Strafverfolgung im Netz.

Doch was hilft nun gegen die Verbreitung dieser Thesen? Täglich wird uns durch das offene Angebot an aktuellen Nachrichten vermischt mit falschen Fakten im Internet und den Sozialen Medien vor Augen geführt, wie wichtig eine gezielte und fundierte Informationssuche ist. Irreführendes müssen wir selbst hinterfragen und aussortieren. Denn nur auf Basis von Fakten und stichhaltigen Argumenten können wir danach eigene reflektierte und wertbasierte Meinungen entwickeln. Dieses Urteilsvermögen eines jeden Einzelnen ist es, was uns einerseits schützen kann vor der Verbreitung von verschwörerischen Theorien und andererseits den politischen Diskurs ernsthaft voranbringt.

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