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NWZonline.de Region

Meinung von morgen: Wahlrecht mit 16? - Nein, mit 14!

04.08.2021

Im September darf ich zum ersten Mal den deutschen Bundestag wählen – dann bin ich 21 Jahre alt. Mit meinem Beitrag in dieser Rubrik zeige ich deshalb anhand der drei gewichtigsten Gründe – anknüpfend an Lennart Münstermann vor eineinhalb Jahren – warum am Wahlrecht mit 14 kein Weg vorbeiführt.

Maik Niederstein (20) ist Sprecher der Grünen Jugend Oldenburg Stadt & Land.

Erstens, eine Senkung des Wahlalters stärkt die Demokratie und Wahlbeteiligung. Jugendliche, die früher wählen dürfen, wählen häufiger – und das wahrscheinlich ihr Leben lang. Von den Wahlen ausgeschlossen zu sein, frustriert hingegen, zumal andere Formen der Beteiligung häufig fruchtlos oder ebenfalls versperrt sind. Wer die Jugend vom Wählen abhält, zieht sich die nächste Generation Nicht-Wähler heran.

Zweitens, Wählen ist ein Grundrecht. Es ist nicht an Pflichten oder die Volljährigkeit geknüpft. Deshalb braucht es schwerwiegende Gründe, um dieses fundamentale Recht Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürgern vorzuenthalten. Angebliche Unreife oder Beeinflussbarkeit von Jugendlichen zählt nicht dazu, selbst wenn sie nachweisbar wäre. Stattdessen zeigen Studien, dass typische Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren und viele noch jüngere bereits über das notwendige Wissen und die Urteilskraft verfügen, um sich eine fundierte politische Meinung bilden zu können. Klar, jeder kennt Jugendliche, die sich nur für ihre Markenklamotten oder Computerspiele interessieren. Aber auch das ist okay, weil viele selbst gut einschätzen können, ob sie sich bereit fühlen zu wählen. Das hat nicht der Staat für sie zu entscheiden.

Drittens, Beteiligung bildet und Verantwortung lässt reifen. Selbst wenn man den Jugendlichen das Wissen und die Reife zum Wählen absprechen möchte, sollte man trotzdem für das Wahlalter 14 sein. Denn: Jugendliche, die wählen dürfen, setzen sich intensiver mit Politik auseinander. Verantwortung lässt sich nicht im Politikunterricht erlernen. Verantwortung lernt nur, wer Verantwortung übernehmen darf.

Das Wahlrecht mit 14 sollte deshalb das Ziel eines jeden demokratisch gesinnten Menschen sein. Das Wahlalter mit 16 auf allen Ebenen wäre ein erster wichtiger Schritt, um die Entrechtung der Jugend zu beenden. Im Bundestag scheitert die nötige Mehrheit dafür an CDU, CSU und AfD, den einzigen drei Parteien dort, welche die Jugend weiter außen vor lassen möchten.

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