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NWZonline.de Freitag für Meinung

Freitag Für Meinung: Klimaschutz auf dem Gleis – Ist Wasserstoff der Antrieb der Zukunft?

13.03.2020

Oldenburg „Auf dem Weg zu einer sauberen zukunftsorientierten Mobilität“ wird der wasserstoffbetriebene Coradia iLint auf der Website des französischen Zugherstellers Alstom beworben. Alstom ist weltweiter Vorreiter darin, die Wasserstoffmobilität auf die Schiene zu setzen – und Niedersachsens Landesnahverkehrsgesellschaft geht den übrigen Bundesländern mit gutem Vorbild voran.

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2018 wurden erstmalig zwei Regionalbahnen mit Wasserstoffantrieb zwischen Cuxhaven und Buxtehude eingesetzt, um die alternde Diesellokflotte abzulösen. Ein Jahr und rund 100.000 Kilometer später waren die Rückmeldungen zu den blauen Exoten durchweg positiv und 14 weitere Coradia iLints wurden von der LNVG für das Elbe-Weser-Gebiet bestellt.

Auch Hessen ist auf den Zug aufgesprungen: Im Rhein-Main-Gebiet sollen ab 2022 die ersten 27 Züge mit Brennstoffzelle fahren. Weitere Bundesländer könnten schon bald folgen.

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Florian Dittrich, Abiturient aus Oldenburg, absolviert ein duales Studium in Ravensburg. (Bild: Hauke-Christian Dittrich)

Die guten Erfahrungen mit dem Coradia iLint im Regionalverkehr sind erfreulich. Auf Strecken, auf denen man nicht strombetriebene Züge einsetzen kann, ist der Wasserstoffantrieb eine interessante Alternative, den fossilen Energieträger Diesel aus der Bahnfahrt zu verdrängen. Auch für die Luft bedeutet der Zug eine Entlastung: Bei der Energiegewinnung durch Oxidation von Wasserstoff werden lediglich Wasserdampf und Kondenswasser ausgestoßen. Dies ist umso bedeutender, da der Haupteinsatzort des Coradia iLints – der Regionalverkehr – sich vor allem durch höhere Taktung und viele Zwischenhalte vom bereits größtenteils elektrifizierten Fernverkehr abhebt.

Die Bundesregierung steht ebenfalls hinter dem Projekt „Wasserstoff auf dem Gleis“. Neuanschaffungen der im Vergleich zu den bisher eingesetzten Dieselloks teureren Wasserstoffzügen werden anteilig subventioniert. Eine sinnvolle Maßnahme, da auch rein elektrischer Bahnverkehr noch lange nicht möglich ist. Mit 70 Prozent bis 2025 schneidet der Anteil elektrifizierter Strecken europaweit verhältnismäßig schlecht ab und besonders durch fehlende Lückenschlüsse im Oberleitungsnetz sind die umstrittenen Dieselzüge auf zahlreichen Strecken bisher unverzichtbar.

Doch nicht nur auf dem Gleis ist der Fortschritt der Wasserstofftechnologie eine hoffnungsvolle Nachricht: Der Erfolg auf der Schiene kann ein Ansporn sein, den Wasserstoffantrieb in der Zukunft auf weitere Antriebssysteme zu übertragen und die Entwicklung von Methoden zur klimaneutralen Gewinnung von Wasserstoff, dem bisher größten Kritikpunkt der neuen Technologie, durch steigende Nachfragemengen zu fördern.

Abzuwarten bleibt zudem, ob in der Mobilität der Zukunft durch die positiven Erfahrungen auf der Schiene langfristig auch die Weichen für den Wasserstoffantrieb auf Deutschlands Straßen gestellt werden. Der vom Bund unterstützte Einsatz wasserstoffbetriebener Züge zeigt zumindest weiterhin die Bereitschaft, bei der Suche nach klimaneutralen Mobilitätslösungen offen für technologische Innovationen über die Entwicklung der Elektromobilität hinaus zu denken.

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