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B436 zwischen Sande und Hesel gesperrt

NWZonline.de Freitag für Meinung

Mehr Sozialdemokratie wagen!

10.07.2019
Lennart Münstermann (18)

Andrea Nahles tritt zurück und die Führungsriege der deutschen Sozialdemokratie verfällt in Panik. Auf die Frage, ob man sich den Parteivorsitz vorstellen könnte antworten die meisten Vorstandsmitglieder mit einem mal mehr, mal weniger klaren „Nein“; „Ich bin nicht der*die richtige“ liest der interessierte Bürger dann am nächsten Tag in der Zeitung und fragt sich zurecht, warum eigentlich niemand diesen Job haben will? Als Bundesvorsitzende*r einer (ehemaligen) Volkspartei ließe sich doch viel erreichen, noch dazu wenn die Partei in der Regierung sitzt.

Inhalte und Ideen auf die Agenda setzen, in der Regierung wichtige Wahlversprechen durchsetzen und der Jugend, die gerade zu tausenden überall im Land auf die Straße geht, eine Zukunft ermöglichen, für die es sich lohnt zu lernen. Wenn mich jemand fragen würde, ich wäre sofort dabei. Warum also will der Bundesvorstand nicht?

SPD verschwindet in der Versenkung

Antwort: weil es das Ende einer politischen Karriere bedeutet. Sigmar Gabriel? Martin Schulz? Und jetzt Andrea Nahles. Die SPD verschwindet gerade in der Versenkung und niemand will die Verantwortung dafür übernehmen. Am Ende müsste man sich ja noch Fehler eingestehen. Das lassen wir mal lieber, da stellt man nach einer krachenden Niederlage in der Europawahl die nächstbeste vor die Kameras und lässt sie die „Erfolge“ in Cuxhaven feiern. Ich bin begeistert. Da stürzt die SPD auf 15 Prozent (trotz Großer Koalition) und hat anscheinend nichts Besseres zu tun, als den eigenen Untergang zu besingen. Holt die Harfen hervor!

Freitag für Meinung

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Die Ergebnisse findet ihr dann unter „Freitag für Meinung“ auf NWZonline.

Anmeldungen bitte per Mail an chefredaktion@NWZmedien.de

Der Parteivorstand sieht die SPD offenbar als Titanic, bevor sie den Eisberg rammte: unsinkbar und die beste ihrer Art. Stolz verkündet man, man wolle natürlich einen Kanzlerkandidaten aufstellen, man habe ja Chancen auf die Regierung. Stolz ist man auf die SPD. Ob ich auf die SPD stolz bin? Nein, ganz und gar nicht. Ich schimpfe auf SPD-Politiker*innen, wähle die Linke und erkläre bei Fridays for Future die SPD für unwählbar. Und das alles als Mitglied. Und wenn ich dann gefragt werde, warum ich überhaupt Genosse bin, dann antworte ich, in bewusster Trump-Analogie: „um den Sumpf auszutrocknen“

Manchmal muss man Realpolitik ignorieren

Am Morgen nach der Wahl hätte die Schlagzeile in allen Zeitungen lauten müssen „Nahles gesteht Fehler ein – SPD rückt wieder nach links“; stattdessen aber redet Sebastian Hartmann im Interview mit der WELT von „gesellschaftlichem Zusammenhalt“. Otto Geringverdiener kann sich davon zwar auch nichts kaufen, aber schön es mal gehört zu haben.

Von der „humanitären Ausrichtung“ der SPD spricht Gesine Schwan und doch wird Erdogan unterstützt, Flüchtlinge erreichen dank libyscher Foltercamps nicht einmal mehr das Mittelmeer, um dort zu ertrinken und Saudi-Arabien wird freundlich die Hand geschüttelt, nachdem der nächste Deal über drei Patrouillenboote abgeschlossen wurde. Manchmal muss man die Realpolitik auch einfach ignorieren und zu seinen Prinzipien stehen, besonders wenn es um Menschenleben geht.

Muss man sich da über den Absturz dieser Partei noch wundern? Nein, muss man nicht. Das tut ja auch niemand. Außer vielleicht der SPD Parteivorstand, aber das der sich wundert, ist ja auch kein Wunder.

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