ETZEL - Die Bürgerinitiative (BI) Lebensqualität Horsten-Marx-Etzel hat am Donnerstagabend per Fax Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen von IVG Caverns und des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) gestellt. Bei der IVG bestehe der Verdacht der Umweltverschmutzung und Gewässerverunreinigung – bei der LBEG geht es um eine mögliche Verletzung der Aufsichtspflicht und den Verdacht der Beteiligung an einer Umweltverschmutzung, erklärte BI–Mitglied Franz Kreutzburg am Freitag in Etzel.
Grünen-Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz sieht Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) in der Pflicht, dessen Ministerium das LBEG zugeordnet ist. Er müsse 'dringend aufklären', welche Genehmigungen wann von wem für IVG Caverns erteilt worden seien. Dass das LBEG als Genehmigungsbehörde jetzt auch die Ermittlungen nach dem Ölunfall am Sonntag führt, stößt bei den Grünen auf Unverständnis. Janssen-Kucz: 'Das darf eigentlich nicht sein.' Das Bergbaurecht, so die innenpolitische Sprecherin der Grünen, sei eine 'große Baustelle'.
Am Verteilerplatz 10 der IVG Caverns sind am Wochenende rund 40 000 Liter Rohöl ausgelaufen und haben umliegende Gewässer verschmutzt. Jede Dorftankstelle, so Janssen-Kucz, sei besser gesichert. 'Man muss sich die Genehmigungen durch das LBEG noch einmal anschauen.'
Freitag am frühen Nachmittag ließ sich Almut Kottwitz, Staatssekretärin im niedersächsischen Umweltministerium, gemeinsam mit den Landräten Sven Ambrosy und Matthias Köring an der Ölaustrittsstelle über den Unfall informieren. 'Für uns war völlig überraschend, dass die Ölleitung zur Unfallzeit frei zugänglich war', sagte Köring in einer ersten Reaktion.
Ralf Pospich, Präsident des Landesbergamtes, war ebenfalls vor Ort. Er sagte: 'Die Sicherheitsvorkehrungen hier waren nicht ausreichend. Wir werden so schnell wie möglich über die Ursache für den Unfall informieren.'
