Etzel - Die Betreiberin der Öl- und Gaskavernen in Etzel, die Storag Etzel GmbH, wartet auf Genehmigung vom Landesbergamt (LBEG) des im Januar 2019 vorgelegten neuen Rahmenbetriebsplan. Darin beschreibt das Unternehmen unter anderem die langfristig zu erwartenden Senkungen und die Auswirkungen des Kavernenfeldes Etzel mit maximal 99 Kavernen.

Die Grünen-Abgeordneten Meta Janssen-Kucz (Borkum/Leer) und Imke Byl, umweltpolitische Sprecherin, weisen auf die fehlenden fachlichen Nachweise hin: „Im Rahmen des Anhörungsverfahrens wies die Gemeinde Friedeburg darauf hin, dass fachliche Nachweise fehlen, ob die Standsicherheit jetzt und zukünftig gewährleistet sei. Der BUND Niedersachsen und die Bürgerinitiative Lebensqualitäten Horsten-Etzel-Marx lehnen in ihren Stellungnahmen unter anderem aus diesem Grund eine Genehmigung des Rahmenbetriebsplans ab“, so die grüne Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz.

In einem Fragenkatalog an die Landesregierung wollen Byl und Janssen-Kucz unter anderem wissen, ob überhaupt eine Vorprüfung für eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt wurde. Auch geht es um die Prognose von weiteren Bodenabsenkungen und die damit verbundenen Gefahren.

Die beiden Grünen-Politikerinnen fragen zudem, warum in den Katastrophenschutzplänen des Landkreises Wittmund keine Vorsorge für einen Schaden an einer der Ölkavernen im Kavernenfeld Etzel getroffen worden ist.

„Die restriktive Informations- und Gesprächspolitik der Storag Etzel, des LBEG und des zuständigen Wirtschaftsministers erschweren es den Bürgern, selbst unter Inanspruchnahme des Niedersächsischen Umweltinformationsgesetzes Auskünfte zu erhalten. Es ist gut zu wissen, dass die notwendige und erforderliche Transparenz über eine Anfrage der Grünen an die Landesregierung ermöglicht wird“, so der Vorsitzende der Bürgerinitiative Lebensqualität Horsten-Etzel-Marx, Dr. Arendt Hindriksen.