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Ausstellung im „Friesischen Heerweg“ Corona legt Friedeburger Heimatmuseum in diesem Jahr still

Wolfgang Kaul

Friedeburg - „Das Heimatmuseum hier in Friedeburg mussten wir in diesem Jahr auf Null fahren.“ Diese klare Aussage traf Heidrun Hilbert als Vorsitzende des Heimatvereins. Corona habe dem Vorstand keine andere Wahl gelassen. Lediglich ein paar wenige Besucher hätten die Möglichkeit genutzt, über die Tourist-Info die laufende Ausstellung zu besuchen.

„Grundsätzlich sind die Besucher aber ausgeblieben, da wir mit unseren ehrenamtlichen Kräften, die zum Teil auch zum gefährdeten Personenkreis gehören, geregelte Öffnungszeiten und die Einhaltung der Hygienebestimmungen nicht in dem erforderlichem Maß gewährleisten konnten“. Das erklärte Hilbert zum Hintergrund für das Verhalten in der letzten Zeit.

Während der vergangenen Monate hatte der Heimatverein somit keine Einnahmen. „Denn auch geplante Vorträge durften wir nicht durchführen.“ Auch wenn kleine angemeldete Gruppen bis zu zehn Personen die Möglichkeit des Museumsbesuchs genutzt haben, ließe sich diese Regelung jedoch nicht mit einem geregelten Betrieb vergleichen, wie er bisher durchgeführt wurde.

Mitglieder-Fahrt nach Dangst wurde verschoben

Die Heimatvereinsvorsitzende: „Ein Museum wie unser ,Friesischer Heerweg’ lebt von den ständigen Besuchern, die die Öffnungszeiten nutzen.“ Damit Bewegung im Museumsbetrieb bleibt, waren für dieses Jahr Vorträge, Ausstellungen sowie eine Mitglieder-Fahrt nach Dangast geplant: Die Inszenierung „Vom Fischer und seiner Frau“ im Freilichttheater Dangast ist auf August des nächsten Jahres verschoben worden.

„Ob und wie wir eine Fahrt anbieten werden, darüber können wir derzeit noch nichts sagen,“ erläutert Heidrun Hilbert. Auf jeden Fall stehe der Heimatverein mit geplanten Ausstellungen und auch erneuten Vorträgen zu interessanten Themen in den Startlöchern. Die in diesem Sommer vorgesehene Ausstellung „Glückwunschkarten“ befinde sich weiterhin in der Planung. In Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturkreis Gemeinde Friedeburg erarbeitet, stehen zwei Sammlungen für diese vorgesehene Sonderausstellung zur Verfügung. „Ebenfalls ist die vorgesehene Ausstellung der Bilder der Ruhestandspastorin Silke Nitz nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben“, erklärt Hilbert weiter.

Führungen für Gruppen auch in der Winterpause

Auch der für den Monat November vorgesehene Vortrag des ehemaligen Friedeburger Schulleiters Burkhard Schäfer wird nach derzeitigem Stand verschoben. Der Referent, der bereits mit den verschiedensten Vorträgen zu Themen aus der Dauerausstellung „Friesischer Heerweg“ die Zuhörer des Heimatvereins erfreute, hat für diesen Exkurs tief in die Geschichte Friedeburgs gegriffen und ein besonderes Thema ausgewählt. „Ich habe geplant, in einer Abendveranstaltung über Krankheit und Gesundheit in unserer Region anhand der Heimatgeschichte zu berichten“, erklärt Burkhard Schäfer. „Früher war nicht alles besser – das muss uns klar sein“, stellt der Geschichtsforscher mit Blick auf dieses Thema fest.

Offiziell befindet sich das Heimatmuseum „Friesischer Heerweg“ seit dem 15. Oktober in der Winterpause. „Natürlich werden wir wie in den Vorjahren auch nach Voranmeldung für Gruppen Führungen durch unsere Dauerausstellung anbieten“, unterstreicht Heidrun Hilbert. Die Gruppengrößen müssten aber immer den geltenden Bestimmungen angepasst werden. Auch heimatkundlich Interessierte aus Friedeburg und den Dörfern seien willkommen.

Der Heimatverein plant nun weiter für das nächste Jahr, wie die Vorsitzende berichtet. So hat Henning H. Hinrichs seine interessante Spieldosensammlung erneut erweitert, die Hilbert gerne nochmals unter dem Dach des Bürger- und Gästehauses an der Friedeburger Hauptstraße zeigen möchte.

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