FRIEDEBURG - Seit vier Jahren ist Thomas Brederlow Leiter der Schule 'Altes Amt' Friedeburg – und seit vier Jahren sammeln Schüler dieser Einrichtung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Auch 2011 waren wieder 70 Schülerinnen und Schüler des achten Jahrganges in Friedeburg und Umgebung unterwegs und sammelten 2524,10 Euro, die sie am Donnerstag Kreisgeschäftsführer Karl Hinrichs und Bezirksgeschäftsführerin Evelyn Kremer-Taudien übergaben.
Dafür erhielten alle Schülerinnen und Schüler eine Urkunde, die ihnen vielleicht noch einmal nützlich sein könne, so Karl Hinrichs, da viele Arbeitgeber soziales Engagement zu schätzen wüssten. Gerade das ist auch Thomas Brederlow sehr wichtig, und daher setzt sich die Schule nicht nur für die Kriegsgräberfürsorge ein, sondern auch für das Kinderhospiz Löwenherz als Partnerschule.
Karl Hinrichs lobte die Friedeburger Schule als starken Partner und verdeutlichte vor den Schülern, dass im ersten und zweiten Weltkrieg viele Soldaten gefallen seinen – 'manche sogar in eurem Alter,' wie der Geschäftsführer hinzu fügte.
Im Landkreis Wittmund beteiligen sich neben der Schule 'Altes Amt' auch noch Schulen in Wittmund, Esens und Westerholt sowie das Jagdgeschwader 71 'Richthofen' an den Sammlungen. So sind bei der letzten Aktion mehr als 10 000 Euro zusammengekommen.
ist eine humanitäre Organisation. Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten, zu pflegen oder anzulegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.
Heute hat der Volksbund etwa 500 000 aktive Förderer sowie über eine Million Gelegenheitsspender und Interessenten. Mit ihren Beiträgen und Spenden sowie den Erträgen aus der Haus- und Straßensammlung, die einmal im Jahr stattfindet, finanziert der Volksbund zu fast 80 Prozent seine Arbeit. Den Rest decken öffentliche Mittel des Bundes und der Länder.
Die Kriegsgräberfürsorge pflegt rund zwei Millionen letzte Ruhestädten in 45 Staaten in Europa und Nordafrika. Rund eine Million Menschen gelten nach den Weltkriegen noch immer als vermisst.
