FRIEDEBURG/ETZEL - Die Gemeinde Friedeburg wünscht sich fachlich fundierte Nachweise, ob eine kurz-, mittel- oder langfristige Standsicherheit auf dem Kavernengebiet des Storag GmbH Etzel gewährleistet ist. So ist es in einer Stellungnahme der Kommune zum neuen Rahmenbetriebsplan formuliert, den Storag bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Clausthal-Zellerfeld beantragt hat (wir berichteten).
Immerhin, so die Gemeinde, seien im Zusammenhang mit der von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erstellten Senkungsprognose keine Untersuchungen zur Standsicherheit und Integrität der Steinsalz- und Deckgebirgsschichten vorgenommen worden. Diese seien bereits in der Senkungsprognose 2016 angemahnt worden.
Das Papier, das sich auch auf eine 40-seitige Expertise der Bürgerinitiative (BI) 'Lebensqualität' Horsten-Etzel-Marx beruft, beschlossen die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses. Die Gemeinde fordert ein kontinuierliches Untergrundmonitoring mit dem Ziel, Risikosituationen frühzeitig ausmachen zu können. Sie wünscht sich einen jährlichen Abgleich der Senkungsprognose mit unabhängig erhobenen Daten sowie eine weiterführende Untersuchung zum Konvergenzverhalten der Nordfeldkavernen. Mit einer dreidimensionalen Salzstock-Abbildung, die die Kommune ebenfalls fordert, könnten möglicherweise durchlässige Schichten ausgemacht werden, durch die Öl und Gas unkontrolliert ausweichen könnten.
