FRIEDEBURG - Wer aus Richtung Wittmund über die Landstraße 11 nach Friedeburg kommt, passiert fortan ein zweisprachiges Ortsschild. Es ist das erste in hoch- und plattdeutscher Sprache, das im Landkreis Wittmund aufgestellt wurde. Weitere 29 Tafeln werden zunächst in der Gemeinde Friedeburg bis Anfang Oktober folgen. Von der Idee bis zu ihrer Verwirklichung dauerte es fünf Jahre. Auf ungefähr 3000 Euro belaufen sich die Kosten insgesamt. 'Ich bin froh, dass das Schild endlich steht', sagte Helma Gerjets, Plattdeutschbeauftragte in Friedeburg. Ihr Mann hatte das Projekt angeregt.
Der Plattdeutschbeauftragte des Landkreises Wittmund, Hillrich Reents, bezeichnete die Aktion als gutes Vorbild für andere Gemeinden. 'Wir müssen die Geschichte nicht neu, sondern alt schreiben', sagte Reents. Heutzutage gäbe es viele junge Menschen, die des Plattdeutschen nicht mehr mächtig seien. Gerade im 'Zweisprachenland' Ostfriesland sei es ein positives Zeichen, die plattdeutschen Ortsnamen wieder anzuzeigen. Im Landkreis Aurich passiere das bereits teilweise. 'Auch bei der Stadt Wittmund sind diese Tendenzen erkennbar', betonte der Plattdeutschbeauftragte, 'ich würde mich freuen, wenn sich weitere Gemeinden anschließen.'
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