FRIEDEBURG - Zwar war Maike Behrens von Jugendparlament nur mit beratender Stimme anwesend, traf auf der Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Wirtschaft und Tourismus am Montagabend jedoch den Nagel auf den Kopf: 'Ohne das Friedeburger Festival stirbt Friedeburg über kurz oder lang aus'.

Wenngleich die mehrtägige Veranstaltung für die Gemeinde schon seit Jahren ein Verlustgeschäft ist, so verschwendeten auch die anderen Ausschussmitglieder auf der vom Ausschussvorsitzenden Henning Weißbach (CDU) geleiteten Sitzung keinen Gedanken daran, das Festival in der Versenkung verschwinden zu lassen. Im Gegenteil, denn die einst vom Gewerbeverein ins Leben gerufene Veranstaltung stärkt nicht nur das Zusammengehörigkeitsgefühl der 13 Friedeburger Ortschaften, sondern hat, alleine schon wegen des Burgfräuleins, eine große Außenwirkung und Anziehungskraft.

'Wir sind auf einem guten Weg, dem Festival-Sonntag durch das Mitwirken der vielen Vereine und Verbände einen Widererkennungswert und Individualität zu geben. Diese sogenannten ‚Gürtelhändler’ gibt es bei uns nicht', so Bürgermeisterin Karin Emmelmann.

Diesen und anderen positiven Aspekten, die auf der Sitzung von allen politischen Seiten sehr deutlich vorgebracht wurden, steht allerdings die Abrechnung des Festivals aus 2011 entgegen. Ihr ist zu entnehmen, dass das im dritten Jahr in Folge von der Gemeinde und der Tourist-Information federführend organisierte und durchgeführte Festival in Kooperation mit den Gewerbetreibenden, Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen dem Haushalt nach Abzug der Einnahmen mit 7619,50 Euro zur Last gefallen ist.

Zur Kostenreduzierung wird nun geprüft, ob einzelne Positionen künftig eingespart oder weitere Einnahmequellen durch die Beteiligung der Gewerbetreibenden erschlossen werden können. So sollen beispielsweise die Standgebühren für gewerbliche Stände angehoben werden. Eine finanzielle Beteiligung durch die örtlichen Vereine und Gruppen soll allerdings auch weiterhin auf ein Minimum reduziert werden. Darüber hinaus finden momentan Gespräche mit einem eventuellen Sponsor statt.

Am Ende sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, dass das Festival auch in diesem Jahr von der Gemeinde organisiert und durchgeführt wird. Abschließend muss darüber nun der Rat entscheiden.