Friedeburg - Restaurants und Hotels sind geschlossen, Speisen können nur außer Haus angeboten werden. Seit 21 Jahren betreibt Udo Schumacher das Landhotel und den Gasthof Oltmanns in Friedeburg. Aber so etwas wie in der Corona-Pandemie hat er noch nicht erlebt.
„Das Familiäre und die Individualität bleiben auf der Strecke“, sagt Schumacher. Es wird mit Mundschutz gearbeitet, die Übergabe der Speisen erfolgt kontaktlos. Sollten die Maßnahmen gelockert werden: „Wir sind bereit“, betont der Inhaber und Chefkoch. Er hat in seinem Gasthof bereits einiges veranlasst: Es gibt Hygienestationen, zwischen den Tischen Abstand und eine Glasscheibe an der Rezeption. Auch gebe es bereits Gedanken über die Abwicklungen von Bestellung und Bezahlung am Tisch. Eigentlich wird der Gast bei Oltmanns mit Handschlag begrüßt und verabschiedet – dafür wird es neue Ideen geben. „In Zukunft wird es eine neue Normalität geben, aber die gute Zusammenarbeit wird weiter gepflegt“ – da sind sich Ehepaar Hillers vom Spargelhof und Gastgeberehepaar Schumacher aus dem Gasthof einig. Die Hillers’ und die Schumachers kooperieren auch in Corona-Zeiten. Schumacher ist einer der Stammkunden, die auf den Anruf im Frühling warten, dass es „mit dem Spargel losgeht“. Qualität und Zuverlässigkeit des Partners seien ausschlaggebend.
„Die Sonne meint es gut mit der Ernte und wir sind früh dran“, so Eckhard Hillers aus Horsten. „Wir lassen die Natur entscheiden, wir beeinflussen nicht mit warmen Wasserleitungen im Boden das Spargelwachstum.“ Er und seine Frau Elisabeth haben den Hof vor 40 Jahren als Milchviehbetrieb von seinen Eltern übernommen. Umgestellt haben sie auf den Anbau von Spargel und Kartoffeln und betreiben auf dem Hof auch einen kleinen Hofladen.
