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Volks- statt Schützenfest In Friedeburg kann erster Jahrmarkt steigen

Friedeburg - An vier Tagen kann auf dem Gelände am Schützenweg Kirmesluft geschnuppert werden: Autoscooter, Kettenkarussell, Kinderfahrgeschäfte und jede Menge kulinarischer Leckerbissen bilden dann ein Familienprogramm. „Ein Festzelt gibt es jedoch nicht“, berichtet Franz Langenscheidt, der Veranstalter für die Schar der nach Friedeburg kommenden Schausteller ist.

Der Unternehmer war es auch, der beim Landkreis Wittmund die Erlaubnis eingeholt und das erforderliche Hygienekonzept vorgelegt hat. „Ich habe in diesem Jahr bereits beim Sportforum in Wilhelmshaven und beim Sander Markt umfangreiche Erfahrungen mit den aktuellen Erfordernissen gemacht. So klappt es auch in diesem Landkreis“, betont Langenscheidt, dessen Familie Geschäfte mit gebrannten Mandeln, Pizza und Kinderkarussell betreibt.

Es gelten die üblichen Hygiene-Vorschriften

Konkret bedeuten die Vorgaben: Der Volksfest-Platz wird im Zeitraum Freitag, 27. August, bis Montag, 30. August, eingezäunt. Es gibt einen zentralen Eingang, an dem eine Sicherheitsperson überprüft, dass jeder Kirmesbesucher sich entweder mit der Luca-App, der Corona-Warn-App oder auf einem Formblatt vor Ort registriert. Abgesehen von Zeiten des Verzehrs ist das Tragen eines Mundnasenschutzes auf dem gesamten Areal Pflicht (Kinder bis zu sechs Jahren ausgenommen). „Und auf dem Platz sind an mehreren Standorten Desinfektionsspender zu finden; vor den Geschäften werden 1,5-Meter-Markierungen aufgebracht“, kündigt Franz Langenscheidt an. Er wisse, dass die Verhaltensregeln beim weitaus größten Teil der Bevölkerung bereits in den Köpfen angekommen ist. Die 3-G-Regel würde bei der aktuellen Inzidenz unter 35 nicht greifen.

Schützenkönig Benjamin Kmieciak und Damenkönigin Maike Kmieciak werden am letzten August-Wochenende sicher ihren Spaß auf dem Friedeburger Volksfest haben. Um ein Schützenfest im klassischen Sinn handelt es sich Corona-bedingt jedoch nicht. „Für die Umzüge durch den Ort und den Betrieb des Festzeltes hätten wir sicher keine Genehmigung erhalten“, berichtet Schützenvereinsvorsitzender Georg Löschen. So konzentriere man sich darauf, die treuen Schausteller bei der Ausrichtung des Friedeburger Volksfestes zu unterstützen.

Vielleicht Festzelt-Gottesdienst am Sonntag

Am Freitag, Samstag und Montag öffnen die Geschäfte auf dem Schützenplatz um 14 Uhr und bieten ihre Leistungen bis in den Abend hinein an, wie der Veranstalter Franz Langenscheidt berichtet. Am Sonntag könnte es eventuell einen Festplatz-Gottesdienst geben, der bei widriger Witterung sogar auf der Fahrbahn des Autoscooters stattfinden könnte. Die Anfrage an die Kirchengemeinde läuft. Der Platz öffnet dann erst im Anschluss gegen 11 Uhr, wobei bislang ebenso offen ist, ob die Mitglieder der Feuerwehr ihre Erbsensuppe als traditionelles Mittagsgericht ausschenken können.

Beim Friedeburger Feuerwehr-Spielmannszug wird offensichtlich überlegt, am Wochenende einen Übungsmarsch durch die Ortschaft zu unternehmen, um akustisch auf das Volksfest hinzuweisen. Eine Neuauflage des Luftballonweitflugwettbewerbs für Kinder steht ebenfalls zur Debatte. Fest steht hingegen, dass sich die Schausteller am Volksfest-Montag, 30. August, großzügig zeigen möchten: Nicht nur, dass es an diesem Familientag reduzierte Preise gibt. Am Eingang erhält jeder Besucher einen kostenlosen Bon, mit dem um 18 Uhr Schaustellergeschenke an die anwesenden Teilnehmer verlost werden.

Traditionelle Tombola

Auf dem Festplatz dürfen sich Kinder und Erwachsene auf den Beat Jumper und Brauns Autoscooter freuen. Schießwagen, Enten Angeln, Pfeilwerfen und Greifautomat bieten Spiel und Spannung. Da das Festzelt nicht aufgebaut werden darf, gibt es Platz für den zusätzlichen Kettenflieger. Die Palette der Verzehrangebote reicht von Bratwurst, Fisch, Berliner und Eis bis zu Pilzpfanne und Crepes. Anstatt der Gastronomie Alt-Berlin kommt diesmal das Bier-Türmchen, dessen Betreiber Schmidt-Hempen wahrscheinlich am Samstagabend auch Livemusik anbieten möchte.

Der Schützenverein Friedeburg bietet auf dem Festplatz die Lose der traditionellen Tombola an, die bereits in den vergangenen Wochen beim Löffelschießen gut ankam. Immerhin stehen so attraktive Preise in Aussicht wie 500-Euro-Einkaufsgutschein, Gartenbank, Winkelschleifer, Radio und Freiflug mit einem Segelflugzeug. Die Auslosung, so Georg Löschen, ist für den 30. August geplant, die Ergebnisse werden im Harlinger sowie in den Sozialen Medien veröffentlicht.

Aufgrund der Größe des Platzes hat man errechnet, dass sich zeitgleich 600 Personen auf dem Volksfest-Areal aufhalten dürfen. Dies kontrolliert die Aufsichtsperson beim Einlass mit einem Zählgerät. „Diese Obergrenze dürfte uns aber kein Problem bereiten“, betont Franz Langenscheidt.

Detlef Kiesé
Detlef Kiesé Redaktion Wittmund
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