FRIEDEBURG - Die Rucksäcke sind abgelegt, und die Kinder des Friedeburger Waldkindergartens schwärmen aus auf der Fläche mit den vielen neu gepflanzten Bäumchen. Bald ist die Stelle erreicht, wo einige der jungen Eichen Namensschilder tragen. Das sind die Schilder der Kinder, die diese Bäume kürzlich eingepflanzt haben. Vor etwa drei Wochen hat der Waldkindergarten nämlich den Ökohof Wiesede dort etwas bei seiner Arbeit unterstützt. Die Kinder halfen bei der Aufforstung der im Winter eingeschlagenen Fläche im Südwesten des Waldgebietes Stroot (wir berichteten). Der vorher dort stehende Nadelwald wird von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wittmund jetzt durch Laubwald ersetzt.

Nicht weit entfernt steht der Bauwagen, von dem aus die 15 Kinder des Waldkindergartens mit ihren Betreuerinnen täglich den Stroot erkunden. 'Wann haben Kinder schon mal die Möglichkeit, einen Baum zu pflanzen, ihm ein Namensschild umzuhängen und ihn täglich zu besuchen', sagt Betreuerin Meike Teten, die gerade Lucas hilft, sein Namensschild an einer kleinen Eiche zu befestigen. Das hatte er nämlich beim letzten Mal vergessen. Nebenan hat Lilli gerade festgestellt, dass ihr Bäumchen nicht richtig fest steht. So greift sie zum Spaten und pflanzt es noch mal ganz richtig ein, und die anderen Kinder helfen ihr dabei. An allem interessiert ist auch der schon leicht ergraute Jagdhund Lisa. Die 'alte Dame' war mit von der Partie. Abwechselnd nahmen die Kinder sie an die Leine und führten sie durch den Wald. Oder ließen sich führen, wie es wohl die waldpädagogisch sehr erfahrene Hündin ganz richtig sieht.

Mehr über den Waldkindergarten kann man bald erfahren, denn er feiert am 23. Juni zehnjähriges Bestehen. Dazu lädt das Team, Meike Teten und Andrea Brockmann-Knetsch, demnächst ein.

www.waldkinder-friedeburg.de