FRIEDEBURG - Grundsätzlich hat Wilfried Papenhusen einen guten Eindruck vom Restaurant 'Graf von Friedeburg' unter dem Dach des Friesischen Rundfunks an der Hauptstraße am nördlichen Ortsausgang Friedeburgs erhalten. Doch als der unter einem körperlichen Handicap leidende Wildeshausener die sanitäre Anlage aufsuchen wollte, verschlug es ihm den Atem.
Obwohl die Gastronomie bereits seit Sommer vergangenen Jahres in Betrieb ist, sind die bis zu 350 Gäste auf einen externen Toilettenwagen angewiesen, der nach Ansicht Papenhusens mangelhaft beheizt und belüftet ist. 'Und er ist über drei Stufen erreichbar und somit keineswegs barrierefrei, wie es in der Werbung heißt', kritisiert der Besucher. In dem Wagen gebe es neben Urinalen lediglich zwei WC-Kabinen. Dazu werde ein einziges Handwaschbecken vorgehalten. 'Die ganze Toilettenanlage ist unakzeptabel', lautet die Meinung von Wilfried Papenhusen, der eine Wettbewerbsverzerrung sieht, zumal andere gastronomischen Betriebe eine der Sitzplatzzahl entsprechende Toilettenanlage vorhalten müssen. Und er wittert 'eine Mauschelei zwischen Landkreis und Wirt.
Kreissprecher Ralf Klöker kann die Kritik verstehen, weist den Vorwurf undurchsichtiger Absprachen jedoch scharf zurück. Gemeinde und Landkreis, denen die Situation bekannt seien, würden auf den Betreiber des Friesischen Rundfunks, Karl-Heinz Sünkenberg, einwirken. Der teilte Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung mit, dass die Baugenehmigung für den Neubau eines Sanitärtrakts mit 15 Einheiten inzwischen vorliegt. Im März soll Baubeginn sein.
