Friedeburg/Marx - Friedeburg besitzt ein breites Spektrum an Industrie-, Handwerks-, Handels- und Dienstleistungsbetrieben. „Diese Unternehmen haben sich über viele Jahre angesiedelt und sind erfolgreich in unserer Gemeinde tätig“, betont Bürgermeister Helfried Goetz. In mehr als 270 kleinen bis mittelgroßen Betrieben fänden 2700 Beschäftigte einen Arbeitsplatz.
Doch eine Expansion des gewerblichen Bereichs ist aktuell nicht denkbar. „Alle unsere Gewerbeflächen sind vergeben, wir haben keinen Quadratmeter mehr“, bedauert der Verwaltungschef. Dabei liege die Entwicklung der bestehenden Unternehmen, aber auch die Ansiedlung neuer Firmen im ureigenen Interesse der Kommune. „Geht es den Betrieben gut, so wirkt sich dies auch positiv auf das Gemeindeleben aus.“
Ärgerlich ist es für Goetz, dass die dringend erforderliche Erweiterung des Gewerbeparks in Marx bisher nicht weitergeführt werden konnte. Hier erwarb die Gemeinde in nördlicher Richtung zwar zehn Hektar an Erweiterungsflächen, im Zuge des Bauleitplanverfahrens traten jedoch naturschutzrechtliche Bedenken zutage. „In diesem Gebiet befinden sich neben einem Brutvogelvorkommen Fledermausquartiere, die durch eine Bautätigkeit beeinträchtigt würden“, erklärt Helfried Goetz.
An einer Lösung dieses Problems im Einklang mit dem Naturschutz werde derzeit gearbeitet, wobei Erfahrungen aus der Stadt Wiesmoor einfließen. Von einer kurzfristigen Erledigung, so der Bürgermeister, sei indes derzeit nicht auszugehen. Man verfolge die Idee, Brut- und Jagdrevier für die Fledermäuse umzusiedeln, indem künstliche Bruthöhlen angeboten werden. „Wir haben einen erheblichen Handlungsbedarf“, betont Helfried Goetz.
So verweist die Gemeinde Friedeburg derzeit auf Kapazitäten im Jade-Weser-Park, an dem die Kommune über einen Zweckverband beteiligt ist. Der Bürgermeister: „Die kürzlich angekündigte Ansiedlung eines Amazon-Logistikzentrums in Roffhausen macht deutlich, dass sich der Jade-Weser-Park sehr positiv entwickelt.“ Aus dieser Beteiligung erhalte Friedeburg in diesem Jahr erstmalig einen Teil der erzielten Gewerbesteuereinnahmen.
