FRIEDEBURG - Bürgermeisterin Karin Emmelmann, neben Forum-Initiator Ingo Breitzke und Nils Janßen von der Gemeindeverwaltung Mitglied des Organisationsteams, hat ihre Kontakte spielen lassen und konnte Prof. Dr. Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen für einen Vortrag auf dem Friedeburger Forum am Donnerstag, 19. September, um 19.30 Uhr im 'Deutschen Haus' in Friedeburg zum Thema Gewalt gewinnen.
'Häufig werden Gewalttaten einschlägigen Kreisen zugeordnet, mit denen wir weder gezielt noch zufällig Berührungspunkte haben. Statistiken belegen jedoch, dass Gewalt überdurchschnittlich dort auftritt, wo sich Menschen besonders sicher und geborgen fühlen: in häuslicher und vertrauter Umgebung', erläutert Breitzke. Opfer von Gewalt seien häufig Frauen, Kinder und ältere Menschen. Dabei mache sich der Täter die Hilflosigkeit zunutze. 'Gewalt kann nicht nur körperlich, sondern auch psychisch ausgeübt werden.'
Der ehemalige Niedersächsische Justizminister Prof. Dr. Christian Pfeiffer ist Initiator der ersten deutschen Bürgerstiftung, des Modellversuchs zur Erprobung des Täter-Opfer-Ausgleichs sowie eines Modellversuchs zur Erprobung neuer Maßnahmen bei der Betreuung straffälliger Jugendlicher.
Weitere Gäste beim Friedeburger Forum aus Anlass des Friedeburger Festivals sind Wittmunds Polizeikommissariatsleiter Stephan Zwerg und Christoph Rickels, der als Opfer einer Gewalttat besonders aktiv für ein gewaltfreies Miteinander eintritt. Die Moderation übernimmt Diplom-Pädagogin Antje Gronewold, Dozentin an der Fachhochschule Emden. 'Jung und Alt sind eingeladen und sollten die Gelegenheit wahrnehmen, Herrn Prof. Dr. Pfeiffer zum Thema Gewalt zu hören und mit ihm darüber zu diskutieren', unterstreicht Ingo Breitzke.
