MARX - Wie Stephan Zwerg, Leiter des Polizeikommissariats Wittmund, mitteilt, kam es Freitagabend um 18 Uhr in der ehemaligen Diskothek 'Tunis' zu einem überregionalen Rockertreffen.
Wie berichtet, hat die Lebensgefährtin des ostfriesischen No-Surrender-Präsidenten bei der Gemeinde Friedeburg eine Konzession beantragt. Diese liegt aber noch nicht vor, so Stephan Zwerg. Trotzdem haben die Betreiber Freitag geöffnet. Getroffen haben sich bis 2 Uhr am nächsten Morgen Präsidenten und Mitglieder des Rockerclubs No Surrender MC aus dem Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland.
In den vergangenen Tagen hatte man seitens der Betreiber immer wieder dementiert, dass das 'Tunix', so der aktuelle Name, als Clubhaus für den No Surrender MC dienen könnte. Parallel hatten jedoch am vergangenen Wochenende Mitglieder verschiedener Chapter das neue Clubhaus im Internet gelobt. Diese Seiten sind inzwischen gelöscht.
Am Freitag reisten nun diverse Rocker mit Kutten des Clubs bekleidet nach Marx, darunter insbesondere Chapter aus den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen. Bei der An- und Abreise sowie rund um das 'Tunix' waren Embleme des Clubs der Chapter aus Holland, Death Country und Alpha, feststellbar. Insgesamt 57 Personen und 22 Fahrzeuge wurden von der Polizei überprüft. Die zum Teil amtsbekannten Personen gaben an, auf Einladung der Betreiber nach Ostfriesland gekommen zu sein. Darunter waren auch Rocker aus dem ehemaligen Umfeld anderer Clubs, deren Embleme in Niedersachsen derzeit verboten sind.
Ein Rocker wies sich mit gefälschtem ukrainischen Führerschein aus, ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Bereits Freitagnachmittag wurde ein 47-Jähriger vorläufig festgenommen. Er war am Vorabend mit gestohlenen Kennzeichen beim 'Tunix' erschienen. Polizeibeamte aus Wilhelmshaven und Wittmund konnten ihn in der Jadestadt mitsamt Pkw dingfest machen.
