Reepsholt - Die ruhige Zeit in der alten Reepsholter Pastorei aus dem Jahr 1871 ist bald vorbei. Wie Friedeburgs Bürgermeister Helfried Goetz in der Ratssitzung mitteilte, hat der Verwaltungsausschuss (VA) die Aufträge für den geplanten Umbau vergeben. Somit können die beauftragten Firmen mit ihren Arbeiten in Kürze beginnen, damit die Kindertagesstätte „Schwalbennest“ und das Reepsholter Jugendzentrum im nächsten Jahr eine neue und vor allem zeitgemäße Bleibe finden können.

Insgesamt wurden Aufträge mit einem Volumen von fast 812 500 Euro vergeben, wie der Verwaltungschef berichtete. Dabei wurde das Gros der Gewerke an Unternehmen aus der Region vergeben. Die Hauptarbeiten übernimmt das Bauunternehmen Heeren aus Marx, der Zuschlag für die Dachdeckerarbeiten ging an Dierks in Edewecht. Die Holzfenster und -türen kommen von der Firma Jochens (Friedeburg) und die Heizungs- und Sanitärarbeiten werden von der Reepsholter Fachfirma Badberg erledigt. Die Fliesenarbeiten wurden an die Firma Fuss aus Uplengen, die Tischlerarbeiten der Firma Suntken aus Aurich sowie die Trockenbauarbeiten an R & S aus Südbrookermerland vergeben. Beteiligt sind zudem die Friedeburger Unternehmen Harms (Maler und Bodenbeläge) und Breu (Herrichten der Außenanlagen).

Von allen Seiten ist man dankbar, dass die politische Gemeinde das alte Pfarr- und Gemeindehaus erhält und darin weiter die Tagesstätte in Trägerschaft des Evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverbandes Ostfriesland-Nord betrieben wird. Künftig gibt es auf einem 6000 Quadratmeter großen Grundstück an der Frieslandstraße sogar eine Kinderkrippe mit 15 Plätzen, und im Obergeschoss erhält das Jugendzentrum ausreichende Räumlichkeiten.

Die Küche soll nach Wunsch des Kirchenkreisverbandes Ostfriesland-Nord und dem Landesjugendamt zentral im Gebäude angeordnet werden. Das Leitungsbüro wird ebenfalls im Erdgeschoss zu finden sein, um eine zeitgleiche Nutzung des Gebäudes durch die Kindertagesstätte und Jugendpflege möglich zu machen. Die Planungen sehen eine klare Trennung der Nutzergruppen vor.

Aufgewertet wird die Fläche bei der St.-Mauritius-Kirche zudem durch einen Neubau eines Gemeindehauses mit Pastorenamtszimmer, das die Kirchengemeinde erstellen möchte. Mittlerweile sind die Kinder des „Schwalbennestes“ in einen Übergangscontainer auf dem Grundstück umgezogen und Rodungsarbeiten vorgenommen worden. Die Handwerker können also umgehend starten.

Detlef Kiesé
Detlef Kiesé Redaktion Wittmund