Reepsholt - Im Umfeld der St.-Mauritius-Kirche in Reepsholt zeichnen sich umfangreiche Bauarbeiten ab. „Das Gesamtkonzept von Nachnutzung des alten Gebäudes durch die politische Gemeinde als Kindertagesstätte und Jugendzentrum sowie der adäquate Neubau eines kleinen Gemeindehauses für die Kirchengemeinde wird von der landeskirchlichen Bauabteilung ausgesprochen wertschätzend beurteilt“, teilt Eva Hadem, die Superintendentin des Kirchenkreises Harlingerland, dazu mit.
Sie sei dankbar, dass die politische Gemeinde das Pfarr- und Gemeindehaus erhalten wird und dass darin weiter die Kita in Trägerschaft des Evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverbandes Ostfriesland-Nord zuhause sein wird. „Damit werden die Räume mit der nächsten heranwachsenden Generation weiter belebt sein“, unterstreicht Hadem. Es bleibe eine lebendige Ortsmitte in den für viele vertrauten Räumen. „Als Kirche hätten wir diese Sanierung gar nicht stemmen können.“
Neue Räume für die evangelische Kita „Schwalbennest“
Hier möchten die politische Gemeinde und weitere Beteiligte neue Räumlichkeiten für die evangelische Kindertagesstätte „Schwalbennest“ schaffen sowie eine Kinderkrippe angliedern. Friedeburgs Bürgermeister Helfried Goetz: „Nicht nur die absehbare Verbesserung der Krippensituation kann als Erfolg gewertet werden. Nach gemeinsamen Gesprächen mit der Kirche wird mit der geplanten Schaffung von neuen Außenanlagen eine Aufwertung der kompletten Fläche bei der historischen St.-Mauritius-Kirche erreicht.“ Dazu werde mit der Entstehung neuer Räumlichkeiten für die Jugend im Obergeschoss des Pastorenhauses „ein nun zentraler und baulich ansprechender Ersatz für die bisherigen Jugendräume im Steenweg geschaffen“.
Mittlerweile sind die Vorbereitungen der Standfläche beim Kindergarten für die Übergangscontainer abgeschlossen, so dass diese nun demnächst aufgestellt werden können. „Sobald der bereits gestellte Bauantrag genehmigt ist, werden die Bauarbeiten ausgeschrieben, um einen möglichst schnellen Beginn der Arbeiten in diesem Jahr zu ermöglichen“, erläutert auf Nachfrage Bürgermeister Helfried Goetz. Für die Kirchengemeinde Reepsholt, so Superintendentin Eva Hadem, „werden mit dem Neubau eines kleinen zukunftsfähigen Gemeindehauses Räume geschaffen, die lebendiges Gemeindeleben mit modernem Standard ermöglichen.“
Finanziert durch landeskirchliche Mittel
Der Neubau werde nur durch landeskirchliche Mittel finanzierbar sein. „Aber auch hier gibt es deutlich positive Signale aus dem Landeskirchenamt in Hannover.“ Laut Kirchenvorstandsvorsitzendem Habbo Reents liegen die Neubau-Entwürfe dem Bauherrn, der Mauritius-Gemeinde, bereits vor. Sie und der Kirchenkreis Harlingerland, der sich finanziell beteiligt und seit dem Vorjahr eine Summe zurückgelegt hat, befinde sich aktuell in Verhandlungen mit dem Landeskirchenamt, was Architektur, Größe und Förderung betrifft. „Die Kirchengemeinde ist mit der archäologischen Untergrunduntersuchung für den geplanten Standort bereits in Vorleistung getreten“, berichtet Habbo Reents. Die Ostfriesische Landschaft habe danach eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für das Bauvorhaben ausgestellt.
Den vor Ort gewünschten Gestaltungsvorschlag hat Ger-holt Renken (Wiesede) erstellt. Danach erhält das Gemeindehaus mit Walmdach in der Nähe des Glockenturms eine Giebelausrichtung nach Westen, also zur Kirche. Hier befindet sich ein Gemeinde- und Veranstaltungssaal, in den dank großer Fenster viel Tageslicht einfallen dürfte. Nach dem Eintritt aus südlicher Richtung sind in dem östlich angrenzenden Gebäudeteil Toiletten vorgesehen, die auch bei Veranstaltungen in der Kirche angeboten werden könnten, sowie Teeküche, Pfarrbüro und Archivraum.
