Upschört - „Ein Projekt braucht einen Antragsteller, der für die Sache brennt. Und in Christian Dirks haben die Bauherrn so eine Person gefunden“, lobte Frank Happe den Vorsitzenden des Klootschießer und Boßelvereins „Freya“ Upschört. Und mit dem Projekt meinte Geschäftsführer des unterstützenden Wirtschaftsförderkreises Harlingerland den Neubau eines Multifunktionsgebäudes auf dem Vereinsgrundstück am Auricher Weg.

Dirks indes berichtete, dass er als Koordinator dieser Baumaßnahme „erste graue Haare bekommen“, letztlich aber doch Spaß an diesem ehrgeizigen Vorhaben gefunden habe. „Die Arbeit aber machen vor allem viele andere, die die Profi-Handwerker unterstützen und in verschiedener Hinsicht mit anpacken.“ 40 bis 45 Bewohner von Upschört seien es, die sich in den Dienst der gemeinsamen Sache stellen und damit beitragen, dass das Projekt finanziert und bis Jahresende abgeschlossen werden kann. „So identifizieren sich die Einwohner auch mit dem Multifunktionshaus“, unterstreicht Christian Dirks.

10.000 Euro sind es, die viele Upschörter ehrenamtlich einbringen, indem sie mithelfen. „Jede Stunde auf dem Stundenzettel wird mit zehn Euro vergütet“, berichtet Christa Hinrichs, die sich seitens der Wirtschaftsförderung des Landkreises Wittmund für das Multifunktionshaus eingesetzt hat, das alle örtlichen Gruppen nutzen können. Über die Kreisverwaltung lief auch der größte Brocken der Bezuschussung: Als letztes Vorhaben in der Modellregion fließen über das Projekt Land- (auf)schwung 80.000 Euro aus Bundesmittel in den auf 100.000 Euro veranschlagten Neubau. So machten sich Hinrichs und Happe jetzt ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten.

Inzwischen – 25 Tage nach Baustart – sind die isolierten Außenwände mit Fenstern versehen und die Dachdecker der Wiesmoorer Firma Köster und Meyer mit freiwilliger Unterstützung aus dem Ort bei der Ausführung, wobei ein rotes Blechdach verlegt wird. „Das Holz für die Außenverkleidung wollen Männer aus dem Ort nochmals streichen“, berichtet Christian Dirks. Die Begegnungsstätte, an der künftig die Traditionsveranstaltungen stattfinden, stelle bewusst keine Konkurrenz zur bestehenden Gastronomie im Ort dar.

Detlef Kiesé
Detlef Kiesé Redaktion Wittmund