Wiesede - Kein Schützenfest. Aber nahezu das gesamte Dorf Wiesede traf sich trotzdem, um sich im gemütlichen Umfeld über die individuellen Erfahrungen während der vergangenen Corona-Monate auszutauschen.
So sah man zufriedene Gesichter an allen Tischen auf dem Parkplatz der ehemaligen Gaststätte „Zum weißen Roß“ mit dem angrenzenden Schießstand. Kurzfristig hatte der dortige Schützenverein Wiesede mit seinem Zeltwirt Oswald Eilers – orientiert an den aktuellen Corona-Regeln – diesen kleinen Ersatz für das abgesagte Schützen- und Volksfest organisiert.
Es waren nicht nur die fast einhundert Mitglieder des Schützenvereines, die sich eingefunden hatten. Vielmehr nutzten Dorfbewohner und Einwohner der Nachbarorte am Samstag zwischen 14 und 22 Uhr die Möglichkeit, sich endlich einmal wieder zu treffen.
Vereins-Vorsitzender Dieter Renken zeigte sich auch sehr zufrieden mit dem Zuspruch dieser spontanen Fete. Jung und Alt nutzte die Chance, gemütlich bei einem nichtalkoholischen Getränk und einem kleinen Imbiss über die vergangene, durchaus belastende Zeit ohne größere soziale Kontakte zu sprechen. Dabei wurde aber auch die Hoffnung auf eine positive Wende – eine Zeit mit richtigem Schützenfest – nicht vergessen. „Bei uns stimmt der Zusammenhalt noch“, betonte Renken. „Wir haben bisher während der gesamten Pandemie keine Austritte im Vereinsregister zu verzeichnen. Das ist es ein gutes Zeichen, wenn es dann gelingt, zusammen mit dem Zeltwirt ein derartiges Treffen organisieren zu können.“
„Das tut gut“, mit diesen Worten brachte Friedeburgs Bürgermeister Helfried Goetz die Stimmung auf dieser Veranstaltung auf den Punkt. „Es ist wichtig, dass das Leben in unseren Dörfern weitergeht, und toll, dass der Schützenverein Wiesede diese Veranstaltung durchgeführt hat. Bei bestem Wetter, kühlen Getränken, heißer Bratwurst und leckeren Waffeln kommt tatsächlich so etwas ähnliches wie Schützenfeststimmung auf“, lobte der Bürgermeister die Initiative der Wieseder Schützen.
