WIESEDE - Die ostfriesischen Hollandkugel-Spezialisten haben sich in Wiesede an der Schleuse getroffen, um ihre Meister zu ermitteln. Auf der Bahn entlang des Ems-Jade-Kanals waren große Weiten möglich – solange die Werfer die Kugel präzise auf das Geläuf brachten. Angesetzt war der Titelkampf als Streckenwerfen. Die jüngeren Friesensportler hatten 500 Meter zu absolvieren, für die älteren waren 700 Meter ausgeschrieben. Auf der nach links hängenden Bahn versuchten einige, möglichst weit rechts zu bleiben, doch das erwies sich als gefährlich, denn mehrfach endete der Trüll auf dem Spurplattenweg außerhalb der Strecke. Das führte dazu, dass die Kugel an den Punkt zurück gelegt wurde, an dem sie die Bahn verlassen hatte.

Glück im Unglück hatte hierbei Horst Dieling (Dietrichsfeld). Er lag bei den Männern vor dem letzten Wurf in Front, setzte die Kugel zu weit rechts und musste mit ansehen, wie das Wurfgerät die Bahn verließ. Doch es reichte. Er rettete zwei Meter Vorsprung vor Henning Schiffer (Utgast) und sicherte sich die Goldmedaille.

Die größten Weiten erzielten jedoch nicht die Männer, sondern die Junioren.

Jochen Schrievers
Jochen Schrievers Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung