WIESEDE/WIESMOOR - Die wirtschaftliche Bedeutung des Gartenbaus in der friesischen Region stand auf dem Programm der Kulturfahrt. 50 Teilnehmer nahmen an der informativen Busfahrt ins Ammerland und nach Wiesmoor teil. Die erste Station war die Baumschule Bruns (Bad Zwischenahn), mit 60 Millionen Euro Umsatz eine der größten Schulen Europas. Danach standen die Topfblumengärtnerei Dehne in Hinrichsfehn und das Torf- und Siedlungsmuseum Wiesmoor auf dem Programm. Die Kulturfahrten werden seit Jahren mit großem Erfolg unter der Leitung von Günter Peters unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) der Dorfgemeinschaft Wiesede-Upschört durchgeführt.
Die Baumschule Bruns baut auf mehr als 500 Hektar mehr als 4000 Pflanzenarten an. 300 Mitarbeitern sind in den vier Betriebsstätten beschäftigt. Der langjährige Bruns-Mitarbeiter Herbert Ludewig gab auf dem fast dreistündigen Rundgang detaillierte Informationen zum Anbau und Vertrieb der Produkte. Der Spaziergang führte auch in den Gristeder Wald.
Da die 100-jährige Geschichte der Stadt Wiesmoor eng mit dem Gartenbau verbunden ist, war das Torf- und Siedlungsmuseum der ideale Ort, um sich vom Vorsitzenden Gerold Kayser sowie Hermann und Hildegard Schreiber über die erfolgreiche Geschichte des Ortes informieren zu lassen. Da gerade Backtag war, wurde zunächst ostfriesischer Tee mit Krintstuut probiert. Hermann Schreiber erläuterte die einzelnen Entwicklungsschritte vom Bau des Nordgeorgsfehnkanals, Errichtung des Torfkraftwerks, Besiedlung der abgetorften Moorflächen bis hin zur modernen Blumenstadt Wiesmoor. Mittelstand, Handwerk und Gewerbe, Tourismus, attraktive Geschäfte, ärztliche Versorgung, schulische Angebot habe die Stadt zu einem Magnet als Wohn- und Einkaufsstadt der Region gemacht, sagte er. Es seien in Wiesmoor viele neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Die Baumschulen und Gartenbaubetriebe seien dabei ein wichtiger Pfeiler in der Entwicklung.
Das Fazit der Kulturfahrt war eindeutig. 'Wir haben in einigen Stunden sehr viel Neues erfahren und dazugelernt. Es war alles sehr beeindruckend', sagte ein Teilnehmer.
