WIESEDERMEER/WITTMUND - In dem einen Gehege knabbern zwei kleine Pferde genüsslich am Stroh, gleich daneben sucht ein vor zwei Wochen auf die Welt gekommenes Schaf den notwendigen Schutz beim Muttertier, und noch ein Gehege weiter liegt ein Schwein und döst vor sich hin. Und das Ganze inmitten von Vogelgezwitscher und krähenden Hähnen. So geschehen am Sonntag bei der zweiten vom Rassegeflügelzuchtverein Wittmund organisierten Haustierschau auf dem Vereinsanwesen in der Radarstraße in Wiesedermeer.

'Wir wollen den Menschen die Kleintierhaltung näherbringen', berichtete Rainer Brinkmann über die nicht unbedingt übliche Tierschau. Auch deshalb war die große Artenvielfalt schön anzusehen. Sie sollte darüber hinaus aber auch Verständnis hervorrufen und Ängste abbauen. 'Ein Tier ist nicht nur schmutzig, sondern lässt sich anfassen, hat Gefühle und entwickelt Vertrauen', so der Vereinsvorsitzende während eines Rundgangs.

Unter den rund 20 Ausstellern war neben der Jagdgemeinschaft Wiesedermeer-Upschört, die Aufklärungsarbeit betrieb und Fragen beantwortete, auch Werner Becker vom Biohof Becker aus Till vor Ort. Er hatte zwei Schafe mit ihrem Nachwuchs mit nach Wiesedermeer gebracht und erzählte, dass die kleinen Schafe, nachdem sie eine gewisse Zeit alleine mit dem Muttertier verbracht haben, zu anderen Jungtieren kommen. 'Wir schicken sie dann in unseren Kindergarten', schmunzelte Becker.

Rainer Brinkmann schmiedete derweil schon wieder Pläne für die kommenden Jahre. Er möchte die Veranstaltung weiter ausbauen. Brinkmann: 'Vielleicht kann man dann auch unser Außengelände nutzen.'