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Aktualisiert vor 38 Minuten.

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Wurfgewaltiger Routinier mit Auge

31.08.2019

Wesermarsch Frank Horstmann ist wurfgewaltig. Davon konnte man sich einmal mehr beim Schleuderball-Plakettenspieltag überzeugen. Dort zeigte er aber auch sein gutes Auge. Und ein gewiefter Taktiker ist der Hauptfänger des Mentzhauser TV ohnehin. Den krönenden Abschluss einer erfolgreichen Saison feierte er dann am letzten Spieltag der Landesliga-Saison in Altjührden. Frank Horstmann wurde mit seinem neuen Verein Meister in der ranghöchsten Spielklasse. Mit nunmehr 46 Jahren braucht er sich vor den Leistungen seiner jüngeren Mitspieler und Gegner nicht zu verstecken.

Vier Jahrzehnte

Seit mittlerweile vier Jahrzehnten bringt er sich erfolgreich im Schleuderballsport ein. Er erinnert sich an seine Anfänge. Vor 40 Jahren stand noch das Schleuderballspiel auf dem Stundenplan der Dorfschulen. Auch in Schweiburg, wo Lehrer Dieter Stöver sein Fähigkeiten erkannte. Frank Horstmann schmunzelt. „Im Schulsport war ich im Schleuderball gut. Also stand auch eine Eins im Zeugnis.“

Im Jahr 1978 hatte er beim Plakettenspieltag in Diekmannshausen mit der E-Jugend seinen ersten Auftritt vor einer großen Kulisse. Damals trieb Richard Witte, der 41 Jahre beim TV Schweiburg Vorsitzender war, den Schleuderballsport unermüdlich voran. Um für den Plakettenspieltag zu werben, fuhr er bis zur friesischen Küste. Mehr als 2000 Zuschauer kamen zu den Spielen. Auch die Prominenz aus Sport, Politik und Wirtschaft folgte gerne der Einladung.

Frank Horstmann: „Richard Witte hat sich um alles gekümmert. Wenn er etwas gesagt hat, war das auch Gesetz.“ Zum Finale liefen die Hauptmannschaften mit dem Spielmannszug ein. Über die Lautsprecheranlage wurden alle Aktiven vorgestellt. Sprecher wie Heiko Witte informierten die Besucher bestens über das Turniergeschehen. Immer wieder gab es auch Einlagen: So landeten Fallschirmspringer auf dem Gelände. Oder der Klootschießer-Europameister, der „Bär von Ellens“, Hans-Georg Bohlken, ging übers Brett.

Gemeinsame Busfahrten

Horstmann erinnert sich gerne. „Zu Turnieren fuhren die Jugendlichen mit der Männermannschaft gemeinsam im Bus. Das hatte schon etwas.“

Am Ligabetrieb nahm der TV Schweiburg in der Männer-Hauptklasse, in der Altersklasse III und in der Jugendklasse teil. Beim Turnspielfest fuhren die Sportler mit der Mannschaft nach Berlin, Frankfurt und München. Frank Horstmann brachte sich auch im Einzel bei den Deutschen Meisterschaften im Weitwurf ein. In dieser Zeit wurde der bekannte Diskuswerfer Alwin Wagner 15-mal Deutscher Meister im Schleuderball-Weitwurf. Er schraubte den Weltrekord mit dem Drehwurf am 21. August 1982 auf 86,92 Meter hoch.

In den 90er-Jahren zog es den Weitenjäger Frank Horstmann nach Salzendeich. Dort spielte er acht Jahre lang zusammen mit seinen Brüdern. 1998 kam er zurück. Es sollte sich der bisher letzte der acht Erfolge des TV Schweiburg beim Plakettenspieltag einstellen. Das wurde groß gefeiert – im „Landhaus“ mit Freibier.

Die Erfolge kamen nicht von ungefähr. Damals trainierten die Teams zweimal in der Woche. Heutzutage trainieren sie meist einmal pro Woche.

Vorbild aus Schweiburg

In all den Jahren war Horstmann Leistungsträger auf der wichtigsten Position: Er war der Hauptfänger. Sein Vorbild war der Schweiburger Dirk Witte. „Er hatte ein Auge für die Situation und konnte als Hauptfänger die Schockbälle gut reinkippen.“ Horstmann war zudem als Kick-Boxer in Brake aktiv, was seiner Beweglichkeit zugute kam.

Er glaubt, dass es Unterschiede zwischen den früheren Spielen und den Spielen im heutigen Liga-Betrieb gibt. „Damals wurde viel Ehrgeiz gezeigt. Außerdem war das Spiel wesentlich schneller. Man stand immer unter Druck“, sagt er. „Jetzt gibt es Verzögerungen. Oftmals wird das Tempo rausgenommen.“

In diesem Jahr schloss er sich dem Mentzhauser TV an. „Ich wollte mit meinem Sohn Laurin in einer Mannschaft spielen.“ Doch daraus ist noch nichts geworden. Die Mentzhauser waren von seinen Qualitäten so überzeugt, dass er gleich einen Platz im Landesliga-Team erhielt. Was er noch drauf hat, zeigte er beim Plakettenspieltag in Diekmannshausen. Die Mentzhauser jubelten über den Sieg. Frank Horstmann konnte nach 21 Jahren die begehrte Wanderplakette erneut emporstemmen. Und wenige Wochen später bejubelte er die Landesliga-Meisterschaft.

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