Varel - Sie ist 16 Kilometer geschwommen. 640 Mal zog sie Bahnen durch das Vareler Hallenbad. Marie Schütte ist die Siegerin des 24-Stunden-Schwimmens, das die DLRG Varel und der Eigenbetrieb Tourismus und Bäder Varel gemeinsam veranstaltet haben. Damit hat sie die meisten Spenden als Einzelperson zusammengeschwommen.
Das 24-Stunden-Schwimmen war eines der großen Highlights – eine aktionsreiche Woche zum 50-jährigen Bestehen des Vareler Hallenbades ist am Sonntag mit einem Familientag zu Ende gegangen. Zum ersten Mal veranstaltete die DLRG ein eigenes Rennen. „Damit sind wir spät dran. Andere Vereine haben längst ein solches Rennen veranstaltet. Wir haben auf die passende Gelegenheit gewartet“, erklärt Sven Wildeboer, Vorsitzender der Ortsgruppe in Varel. Diese Gelegenheit war nun eben der Hallenbad-Geburtstag.
Insgesamt 472 Kilometer
Seit Freitag, 16 Uhr, gingen die Teilnehmer immer wieder ins Wasser. 165 Freiwillige haben letztlich mitgemacht. Insgesamt schwammen diese 472 Kilometer. Die Sieger standen schließlich am Samstagnachmittag fest. Neben Marie Schütte standen auch Aylin Strübing und Sven Wildeboer auf dem Siegertreppchen. Strübing schwamm 15,95 Kilometer. Wildeboer 13 Kilometer. Die Veranstalter gratulieren außerdem der fünfjährigen Malin, die ganze 13 Bahnen für den guten Zweck geschwommen ist. Die DLRG Varel legte in der Teamwertung die meisten Kilometer zurück – 194 insgesamt. Der TuS Büppel folgt daraufhin mit 104 Kilometern und der Tourismus-Service Dangast mit 24 Kilometern. Für jede geschwommene Bahn haben sie alle im Vorfeld Spendenziele mit Sponsoren vereinbart. Die finale Spendensumme wird bald bekannt gegeben. Im Vorfeld wurden bereits 2000 Euro gesammelt.
Aktiver Wartebereich
Mit dem St.-Johannes-Hospital in Varel war auch gleich ein passender Spenden-Empfänger gefunden. Das ist dem neuen Vorsitzenden der Vareler Rettungsschwimmer, Dr. Tim Brinkmann, zu verdanken. „Mein Draht zum Förderverein im Krankenhaus ist ein kurzer, weshalb wir uns Gedanken über ein außergewöhnliches Projekt gemacht haben, was sich ein Krankenhaus eben nicht einfach mal so finanziell leisten kann“, betont er. Wie bereits berichtet, möchte das Vareler Hospital einen neuen „aktiven Wartebereich“ einrichten. „Es ist nun mal üblich, dass es zu langen Wartezeiten im Krankenhaus kommt. Daher wollen wir den Patienten und Angestellten einen Wartebereich ermöglichen, der abwechslungsreich gestaltet ist“, so der Arzt. Fernseher, auf denen Gesundheitstipps ausgestrahlt werden, Kinderspielbereich, Außenbereich mit Trimm-Dich-Station. Das ist die Idee.
