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Moorwarfen Als die Frauen den Sport entdeckten

<p>Acht Frauen sind von Anfang bis heute Mitglied in der Gymnastikgruppe – einige noch aktiv:Hannelore Lübben (von links), Lisa Pietruschka,  Karla Klostermann,  Elma Eilers, Marianne Lhotta,  Erika Meinen, Marianne de Jonge, Waltraud Veith.</p>

Acht Frauen sind von Anfang bis heute Mitglied in der Gymnastikgruppe – einige noch aktiv: Hannelore Lübben (von links), Lisa Pietruschka, Karla Klostermann, Elma Eilers, Marianne Lhotta, Erika Meinen, Marianne de Jonge, Waltraud Veith.

Gymnastikgruppe

Moorwarfen - Die Idee, eine Frauen-Gymnastikgruppe in Moorwarfen zu gründen, hatten vier Männer: „Sie suchten nach einer Möglichkeit der sportlichen Betätigung für Frauen als Alternative zum sonntäglichen Boßeln der Männer“, berichtet Elma Eilers, seit vielen Jahren Vorsitzende. Also holten sich Helmut Veith, Hans Jacobs, Egon Hoffrogge und Heit Werdermann vom KBV Moorwarfen Rat beim großen Sportverein in Jever. Dort war man der Meinung, dass sich eine eigene Turngruppe für das kleine Moorwarfen sicher nicht lohnen würde. In ein bis zwei Jahren würde das sicher wieder eingestellt werden müssen mangels Beteiligung, hieß es. Und: Man könne sich gerne dem jeverschen Verein anschließen.

Gründung mit 46 Frauen

Aber die Moorwarfer ließen in ihren Bemühungen nicht nach: Von der Stadt Jever erhielt man die Genehmigung, den steingefliesten Flur der ehemaligen Schule in Moorwarfen zu nutzen. Auch eine Übungsleiterin wurde gefunden. Am 9. Februar 1972 war es dann so weit: Am Gründungsabend waren 46 Frauen im Alter von 15 bis 70 Jahren gekommen. Elma Eilers sowie Hannelore Lübben, Lisa Pietruschka, Karla Klostermann, Marianne Lhotta, Erika Meinen, Marianne de Jonge und Waltraud Veith sind vom ersten Tag an dabei. Nun feiern sie gemeinsam mit den anderen Frauen der Gymnastikgruppe schon 50-jähriges Bestehen.

Die Mitgliederzahl stieg rasch auf 60 an, es wurde in drei Gruppen geturnt. „Alles lief gut, bis Anfang 1977 die Nutzung der Räume im 1973 eröffneten Kindergarten für andere Gruppen nicht mehr möglich war. Was nun?? Ohne Raum kein Turnen!“, erinnert sich Elma Eilers.

Auf Antrag der Moorwarfer Gemeinschaften wurde im September 1977 von der Stadt Jever dann ein nicht genutzter Klassenraum als Gemeinschaftsraum zur Verfügung gestellt. Der war allerdings auf Dauer für so viele Gruppen denkbar ungeeignet: Einige Gruppen brauchten Tische und Stühle, andere wie die Gymnastikgruppe eher einen leeren Raum. Die Turnmaterialien durften auf dem Boden der alten Schule gelagert werden. So hieß es jedes mal vor dem Turnen: Tische und Stühle zur Seite räumen und stapeln, Turngeräte vom Boden holen – und nachher wieder zurückstellen.

Halle seit 1992

Dieser unhaltbare Zustand sollte geändert werden: 1989 wurde mit Unterstützung des Boßelvereins und der anderen Moorwarfer Gruppen sowie des Kindergartens ein Antrag an die Stadt Jever für geeignete Räume zum Turnen gestellt. Im Frühjahr 1992 konnte dann die neue Gymnastikhalle mit Geräteraum und Umkleideräumen übergeben werden.


Für die Kindergartenkinder gab es damit endlich Platz zum Turnen, Spielen und Toben. Die Gymnastikgruppe wuchs immer weiter: Kinderturngruppen, eine Aerobic- und Fitnessgruppe sowie Yoga-Gruppen mit insgesamt ca. 100 Mitgliedern erfüllen bis heute die kleine Gymnastikhalle mit Leben.

Aber nicht nur die wöchentlichen Turnstunden verbinden die Frauen. Viele Zusammenkünfte wie Fahrradtouren, Ausflüge, Grillfeste, Kinderfeste wurden im Lauf der Jahre organisiert und erlebten regen Zuspruch. „So soll es auch weiterhin sein“, betont Elma Eilers: Der Vorstand verspricht eine zünftige Jubiläumsfeier, sobald die Corona-Regeln es zulassen.

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