Sande - Keine Auflagen, keine Einlasskontrollen, einfach nur Sander Markt wie früher: „Die Leute warten drauf und die Leute freuen sich drauf“, sagt Sandes Bürgermeister Stephan Eiklenborg, der gerade von einer Corona-Erkrankung genesen ist. Er wird die 72. Auflage des Volksfestes an diesem Freitag, 8. Juli, um 17.30 Uhr auf dem Marktplatz mit dem Fassbieranstich offiziell eröffnen. Schon vorher starten ab 15 Uhr Sandes Senioren im Gemeindehaus beim bunten Seniorennachmittag mit Unterhaltungsprogramm in das Sander-Markt-Wochenende. Vier Tage lang, von Freitagnachmittag bis zum späten Montagabend, soll gefeiert werden.
An diesem Sonntag, 10. Juli, geht’s zum Start in den Sander Markt los mit dem großen Flohmarkt auf dem Aldi/Edeka-Parkplatz. Der ist für Fahrzeuge am Sonntag komplett gesperrt – außer natürlich für die Flohmarkt-Händler, betont Marktvogt Matthias Lührs.
Zugelassen sind allerdings nur Amateure. Aufbau ist ab 8 Uhr möglich. Gewerbliche anbieter sind nicht zugelassen.
Für Sander Anbieter ist der Flohmarkt kostenlos. Auswärtige Händler zahlen zehn Euro für den Drei-Meter-Tisch.
Normalität kehrt zurück
„Volksfest, Rummel oder Kirmes - das ist nicht nur unser Beruf, das ist doch unser Leben“, sagt Schausteller Franz Langenscheidt. Er und seine Schausteller-Kollegen wie Karl-Heinz Hempen, Jürgen Seelenhorst oder auch Werner Wegener sind froh, dass nach zwei Corona-Jahren, in denen so gut wie gar nichts stattfand und ihre Fahrgeschäfte, Buden und Schankbetriebe eingemottet bleiben mussten, endlich wieder weitgehend Normalität zurückgekehrt ist.
Schon 15 Volksfeste haben Langenscheidt und seine Kollegen in dieser Saison feiern können und am Wochenende gibt’s in relativer Reichweite sogar noch Konkurrenz mit dem Esenser Schützenfest. „Die Leute wollen wieder raus und was erleben“, sagt Langenscheidt. Er sei dankbar, dass Sande im vergangenen Jahr mit vielen Auflagen dafür gesorgt hatte, dass der 71. Sander Markt nach einem Jahr Unterbrechung stattfinden konnte. Dieses mal gibt es überhaupt keine Auflagen mehr.
25 Schausteller dabei
25 Schausteller sind beim 72. Sander Markt dabei. Und wie immer gibt’s auch Neues auf dem Rummelplatz in Sande: Die Mega-Schaukel „X-Flight“ zum Beispiel – ein Fahrgeschäft für Leute mit extradicken Magenwänden. Auch der „Super Dance“ macht in Sande Station - ebenfalls ein Fahrgeschäft, in dem man ordentlich durchgerüttelt wird. Als Kirmes-Klassiker ist der Auto-Scooter mit dabei. Auch für Kinder ist Spaß geboten: Langenscheidt hat seine Berg- und Talbahn „Le Manege“ mitgebracht, weiter hinten heben die Magic Helis zu Mini-Rundflügen im Kreis ab.
Rund um den Marktplatz-Brunnen gibt es wieder Tische und Bänke für die Besucher, die hier ihre Champignonpfannen, Bratwürste, Crepes oder Knobi-Baguettes genießen oder ihr Bier trinken können. Hier gibt’s zudem eine kleine Bühne, auf der am Samstag ab 17 Uhr Jürgen Brinker (Leer) und ab 19 Uhr Stef Lenz (Oldenburg) Livemusik spielen. Schankbetriebe, Zuckerbäcker und etliche Spielbuden sorgen für noch mehr Kurzweil.
Finale mit Feuerwerk
Ab 11 Uhr gibt’s zudem den Frühschoppen im Livemusik; nebenan im Jugendzentrum wird kostenlos Kaspertheater geboten. Ansonsten: Markttreiben bis Mitternacht. Auch am Montag, dann wieder ab 14 Uhr mit Familientag und reduzierten Preisen. Und nach Einbruch der Dunkelheit wird zum Zieleinlauf gegen 22.30 Uhr das Feuerwerk gezündet – und danach gehen alle brav nach Hause.
Apropos Preise: Auch die Schausteller müssen immer knapper kalkulieren. Alles wird immer teuer. „Dennoch wollen wir an den Karussells die Preise der Vorjahre halten“, sagt Seelenhorst. Bei Speis und Trank war das nach den Preisexplosionen im Wareneinkauf leider nicht überall möglich.
