Nach dem offiziellen Abschied im Rathaus hatte Wangerlands Erster Gemeinderat Manfred Meppen noch lange keinen Feierabend. Die Kollegen aus der Gemeindeverwaltung hatten vor dem Rathaus einen Imbisswagen aufgebaut und drückten dem künftigen Pensionär, der zum 1. November aus dem Dienst im Rathaus ausschied, Grillzange und Würstchen in die Hand. „Mannis mobile Mampfe“ – natürlich mit Gewerbeschein – war nur ein dezenter Hinweis auf mögliche Zukunftsperspektiven für den Verwaltungsfachmann, der sich mit 55 Jahren durchaus noch einmal beruflich neu orientieren könnte. Weitere Anregungen lieferten eine Skiausrüstung für den begeisterten Wintersportler und ein Schreibtisch für Meppens mögliche künftige Beratertätigkeit. Der „Teamchef“ – so stand’s auf seiner Grillschürze – nahm’s mit Humor und packte zu. Von seinen Qualitäten als Würstchenbrater konnten sich die Mitarbeiter der
Gemeindeverwaltung gleich vor Ort überzeugen.
Die Mitglieder des Bau- und Feuerwehrausschusses der Stadt Jever und die Feuerwehr-Kommandos aus Jever und Cleverns trafen sich am Sonnabend zu einem Boßel-Freundschaftswettkampf auf der Sandeler Straße. Diese Wettkämpfe finden schon seit einigen Jahren statt, aber diesmal wurde um einen Wanderpokal geworfen, den die Fachausschuss-Vorsitzende Elke Vredenborg gespendet hatte. Unter der Mannschaftsführung von Stadtbrandmeister Hans-Hermann Specht und Elke Vredenborg – übrigens einzige weibliche Werferin unter den sechzehn Boßlern – entwickelte sich ein spannender sportlicher Friesensportkampf mit teilweise
hervorragenden Würfen, da beide Mannschaften auch zahlreiche aktive Boßler in ihren Reihen hatten. Am Ende hatte der Feuerwehrausschuss mit etwas über vier Schoet aber klar die Nase vorn und sicherte sich den Wander-Pokal, der einen Ehrenplatz in der Vitrine des Rathauses finden wird – solange, bis er eventuell wieder an die Feuerwehr geht. Im Anschluss an den sportlichen Vergleich trafen sich alle in der Clevernser Feuerwehrwache zu einer gemütlichen Runde. Ortsbrandmeister Carl Burmann machte als Gastgeber dann auch gleich Nägel mit Köpfen: Zukünftig soll dieser Wettkampf jährlich an jedem ersten November-Sonnabend in Cleverns stattfinden.
Bis in den frühen Morgen tanzten und feierten die Gäste beim MTV-Ball im Schützenhof Jever. Die Party- und Tanzband Mosquitos sorgte dafür, dass die Tanzfläche immer voll war. Eine Cocktail-Bar verbreitete karibisches Flair. Zwischendurch präsentierte Jevers Academy of Dance Ausschnitte aus ihrer neuen Musical-Produktion. Als Dank spendierte MTV-Vorsitzender Eckhard Kohls der Academy-Chefin Susanne Winter ein Spezial-Cocktail (ovales Bild). Zufrieden war auch
Norbert Hadwiger, der den Ball organisiert hatte. „Das war ein Super-Abend“, lautete sein Resümee.
Als 2005 das Kurzentrum Cliner Quelle in Carolinensiel wieder eröffnet wurde, bemerkte Wangerlands Kurdirektor Reinhard Thomssen, dass hier noch etwas für die Begrünung getan werden müsste und versprach der Nordseebad Carolinensiel-Wittmund GmbH, einen Baum zu spenden. Nun war der richtige Zeitpunkt gekommen. Die Wangerländer Delegation löste zur Freude der Carolinensieler Vertreter, darunter Thomssens Amtskollegin Martina Baden, ihr Versprechen ein und pflanzte direkt an der Harlepromenade einen wunderschönen Rotdorn.
Nostalgische Gefühle weckt bei vielen Besuchern die Ausstellung „Break on through to the other side“ über die Geschichte der Discos, Beatschuppen und Tanzlokale in der Region, die derzeit im Schlossmuseum in Jever zu sehen ist. Auch beim Vortrag von Hans-Jürgen Klitsch über die Beatkultur und die tatsächliche oder veremeintliche „Revolution“ der jungen Nachkriegsgeneration in den 60er Jahren hatte so mancher Zuhörer ein Déjàvu-Erlebnis. Unter den Gästen war auch Heinjürgen Burmeister aus Sengwarden, besser bekannt als „Henry B.“. Schon 1965 bis 1968 trat er als Tastenmann der
„Original X-Rays“ im legendären Star-Club in Hamburg auf. Burmeister ist als Keyboarder übrigens auch Mitglied der „Mosquitos“, die beim MTV-Ball in Jever für Stimmung
gesorgt hatten. Referent Hans-Jürgen Klitsch, vielen bekannt als Englisch- und Kunstlehrer am Mariengymnasium, ist ein ausgewiesener Beat-Experte und hat auch einen Beitrag für den Ausstellungskatalog geschrieben.
