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Farbferkel in Schortens unterwegs Unbekannter „Trap Man“ saut Ort mit 70 Graffiti ein

Accum - Der „Trap Man“ hat Accum heimgesucht und am Wochenende seine Langeweile und seinen Frust im ganzen Ort aus der Sprühdosen gelassen. Rund 70 Graffiti mit dem Schriftzug „Trap Man“ und Slogans hat der unbekannte Sprayer im Ort hinterlassen und für einen nicht unbeträchtlichen Schaden gesorgt: An Häuserwänden und Verteilerkästen, auf Spielgeräten am Niederweg, auf mehreren Bänken, an Fensterscheiben des Gemeindehauses und dem Festzelt des Mühlenvereins an der Mühlenscheune, an der Bushaltestelle, auf Hinweisschildern, Mülltonnen auf an einigen Orten mehr. Sogar ein Baum wurde mit Farbe besprüht. Im Ort ist man stinksauer auf den „hirnlosen Farbschmierer“, so Hermann Pille und Herbert Harms vom Bürgerverein und Mühlenverein Accum.

Für Hinweise gibt’s Kuchen

Unklar ist bislang, ab die Farbsauereien von einem oder mehreren Tätern stammen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft, dass der „Trap Man“ in dieselbe tappt – in die Falle „trap“ nämlich. Der Accumer Mühlenverein hat jedenfalls eine ungewöhnliche Belohnung für Hinweise auf den oder die Täter ausgelobt: „Hinweise an die Polizei würden wir mit einer kostenlosen Brot- und Kuchenauswahl in üblichen Haushaltsmengen bei unseren Backtagen belohnen“, sagt Vorsitzender Hermann Pille. Mit dieser Graffiti-Schmiererei sei das Maß überschritten, die Accumer wollen das nicht hinnehmen.

Denn der finanzielle Schaden, der dahinter steht, ist immens, sagt Pille. „Das ist Geld, das wir dann natürlich nicht für unseren eigentlichen Vereinszweck – nämlich den Erhalt und die Instandhaltung der Accumer Mühle – zur Verfügung haben. Allein bei uns wird der Ersatz für die verhunzte Gewebehaut des Veranstaltungszeltes knapp 3000 Euro kosten, da ja ein Hochzeitspaar, das seine standesamtliche Trauung bei uns an der Mühle verbringen möchte, so etwas nicht dulden würde. Auf den Erinnerungsfotos käme das bestimmt nicht gut.“

Accumer stinksauer

Die ruinierte Holzbank kann abgeschliffen und neu gestrichen werden. „Aber wenn ich das Fenster am Gemeindehaus Accum oder auch die Dinge an der Kirche und beim Friedhof sehe, kann man schon die Entrüstung und die Wut im Dorf verstehen“, sagt Herman Pille.

Die Accumer fragen sich, welch kleingeistiges Niveau sich da Bahn gebrochen hat, die Arbeit der Kirchengemeinde oder der ehrenamtlichen Helfer in den ortsansässigen Vereinen so mit Füßen treten, in den Schmutz zu ziehen und denen solch finanzielle Schäden zuzufügen. Im Ort hat man Hoffnung, dass man des oder der Täter habhaft werden kann, weil es „Tags“ – also markante Schriftzüge – gleichen Inhalts gibt, deren Verfasser dem einen oder anderen bekannt sein dürften.

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