Die Gemeinde Zetel sei anderen Gemeinden immer einen Schritt voraus, hatte der Vorsitzende der SPD/FDP-Gruppe, Heinrich Meyer, noch kürzlich in einer Ortsvereins-Versammlung der Sozialdemokraten betont. Das war sie, als sie – entgegen dem Trend – zunächst privatisierte Aufgaben wieder in ihre Regie zurückholte, um dadurch nachweislich Geld zu sparen. Das war sie, als sie sich die familienfreundliche Gemeinde ins Programm schrieb, und das will sie nun ganz offensichtlich auch mit ihrer Jugendarbeit sein, die sie in eine Ganztagsschule integrieren möchte. Der langjährige Leiter des Zeteler Jugendzentrums wird ab Montag nicht mehr in seinem Metier, sondern im Rathaus tätig sein. Andere Mitarbeiter des Zentrums sollen in das Projekt „Ganztagsschule“ eingebunden werden.
Und es gibt die Überlegung, das Jugendzentrum endgültig zu schließen, um dort für die aus allen Nähten platzende Sozialstation der Gemeinde Raum zu schaffen. Ohne einen adäquaten Ersatz für die Jugend wäre die Schließung allerdings nicht zu verantworten.
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