Roffhausen - Die Geschichte der Olympia-Werke in Roffhausen ist oft erzählt und aufgeschrieben und dokumentarisch mit Kameras begleitet worden. Zu Zeiten des Arbeitskampfes für den – letztlich gescheiterten – Fortbestand der Werke vor gut 30 Jahren hatte Frank Fuhrmann von der Landesbühne-Nord erstmals ein Theaterstück mit Olympia-Arbeitern gemacht.
Nun hat sich der künstlerische Leiter der Bürgerbühne an der Landesbühne das Olympia-Thema noch einmal vorgenommen: Fuhrmann inszeniert mit der jungen Landesbühne unter dem Titel „Unser Olympia“ die Geschichte des einst größten Arbeitgebers der Region.
Gezeigt wird das Stück als Stationstheater am Originalschauplatz auf dem Werksgelände in Roffhausen, heute Sitz des Technologie Cen-trums Nordwest.
30 Mitwirkende
„Unser Olympia“ zeigt mit insgesamt 30 Mitwirkenden teils in Doppel- und Mehrfachrollen an acht Spielstationen Szenen vom Aufstieg und den goldenen Jahren bis zum Niedergang von AEG Olympia und nimmt so viele ehemalige Olympianer mit auf eine Zeitreise in eines der bedeutendsten Kapitel der Industriegeschichte im Nordwesten. „In dem Stück geht es vor allem um die Menschen, die hier gearbeitet haben“, sagt Fuhrmann. Dazu habe er rund 20 ehemalige Olympianer interviewt.
In Gruppen von jeweils 25 Personen erleben die Theaterbesucher teils Open air, teils in einer Halle den Olympia-Alltag von damals, darunter die Lehrlings-Ausbildung, die Scheibmaschinen-Produktion und die Fließbandarbeit der „Einschreibedamen“, sogar ein Betriebsfest in den 1960er Jahren, bis hin zum Arbeitskampf kurz vor dem Aus des Unternehmens.
20 000 Beschäftigte
Ende der 1960er Jahre gehörte das Unternehmen mit mehr als 20 000 Beschäftigten noch zu den drei größten Büromaschinenherstellern der Welt.
Premiere von „Unser Olympia“ ist am Sonntag, 7. Mai. Weitere Aufführungen folgen am 3. und 4. sowie am 10. und 11. Juni jeweils ab 15 Uhr. Pro Aufführungstag soll es jeweils bis 17.30 alle halbe Stunde Einlass geben. Karten für „Unser Olympia“ sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich im Service-Center der Landesbühne, Tel. 04421/ 940115 oder E-Mail an service.center@landesbuehne-nord.de und im Internet.
